Das neue Blockheizkraftwerk (BHKW) der Rheinenergie hat im Heizkraftwerk in Köln-Merheim seine Arbeit aufgenommen. Die Anlage bringt eine elektrische Leistung von 30 Megawatt mit. Sie ersetzt die alte und kleine Gas-und-Dampfturbinen (GuD)-Anlage und einen Heizkessel, der für Fernwärme benutzt wurde, teilt der regionale Versorger mit.
Von dem neuen BHKW erhofft sich Karsten Klemp, Leiter Kraftwerke bei Rheinenergie viel: "Es entspricht dem neuesten Stand der Technik und bildet das Rückgrat der Strom- und Wärmeversorgung im Kölner Osten. Ein besonderes technisches Merkmal ist die hohe Flexibilität. Diese ist wichtig für das zukünftige Zusammenspiel von erneuerbarer und konventioneller Stromproduktion."
30 Mio. Euro Investitionsvolumen und 90 Prozent Nutzungsgrad
Das BHKW lässt sich schnell und zuverlässig dem Energiebedarf und den Kundenbedürfnissen anpassen. Perspektivisch können in dem neuen BHKW auch regenerativ erzeugte Gase – wie synthetisches Methan – genutzt werden. "Damit sind wir schon heute für die Energiewelt von morgen vorbereitet", so Klemp. Die drei mit Erdgas betriebenen Motoren werden ebenso wie die Altanlage gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen.
Aufgrund dieser Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) liegt der Brennstoffnutzungsgrad der Anlage bei 90 Prozent. Dadurch spart sie jährlich rund 50.000 Tonnen CO2 ein und trägt wesentlich zur Versorgungssicherheit mit Strom und Wärme im Kölner Osten bei. Das Investitionsvolumen des Projektes betrug rund 30 Mio. Euro. (gun)


