Im Verlauf der Corona-Pandemie mussten Arbeitgeber/innen und Arbeitnehmer/innen mit Homeoffice experimentieren und haben dabei Erfahrungen gemacht, die im Durchschnitt besser ausfielen als erwartet – auch beim Thema Produktivität. "Unsere Studie zeigt, dass zwischen der subjektiven Wahrnehmung möglicher Produktivitätseffekte und dem langfristig geplanten Einsatz von Homeoffice ein Zusammenhang besteht", erklärt Daniel Erdsiek, Wissenschaftler im ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung. Der Ko-Autor der Studie erläutert: "Unter den befragten Unternehmen fällt der geplante Anstieg der Homeoffice-Nutzung deutlich stärker aus, wenn sie die Arbeit im Homeoffice im Vergleich zur Arbeit vor Ort als gleichwertig oder gar produktiver bewerten."
Mehr als jedes dritte Unternehmen in der Informationswirtschaft habe laut Pressemitteilung im Laufe der Pandemie seine Einschätzung der Produktivität im Homeoffice verbessert. Bei großen Unternehmen mit mindestens 100 Beschäftigten blicken mittlerweile sogar knapp 60 Prozent optimistischer auf die Produktivität der Beschäftigten im Homeoffice als vor Corona. Im Vorfeld der Pandemie war die Sicht aufs Homeoffice demnach in vielen Unternehmen verzerrt. Durch die Erfahrungen der letzten Jahre wurden übermäßig pessimistische Erwartungen und Vorurteile abgebaut. Dies könne ein möglicher Grund dafür sein, dass der durch die Pandemie initiierte Homeoffice-Schub auch langfristig Bestand haben werde, heißt es in der Mitteilung ferner.
Die komplette Studie können Sie hier einsehen. (gun)


