Bild: © Avantgarde

Schickt ein Hacker Faxe mit schädlichem Code, etwa als Bilddatei getarnt, an einen All-in-One-Drucker mit Faxfunktion, kann der Code das Gerät aus dem Takt bringen und einen Speicherüberlauf provozieren, warnt das VDE-Institut. Auf diese Weise könne die angebrachte Schadsoftware ausgeführt werden und Kriminellen den Zugriff in das gesamte Netzwerk eröffnen.

"Das Tückische an den Angriffen ist, dass am Gerät das Empfangen des schädlichen Faxes nicht unbedingt erkennbar ist. Auch Warntöne werden nicht abgegeben", erklärt Alexander Matheus, Senior Expert im Bereich Smarte Technologien im VDE-Institut. Diese Art des Angriffs sei für sehr viele Faxgeräte anwendbar, da die Telefonleitung – anders als andere Datenleitungen – nicht durch spezielle Schutzmechanismen geschützt oder überwacht wird.

Gegenmaßnahmen:

Das VDE-Institut empfiehlt, nicht genutzte Faxgeräte oder die Faxfunktion bei All-in-One-Geräten zu deaktivieren. Dazu müsse lediglich die Telefonverbindung getrennt werden. Sei es nicht möglich, das Faxgerät vom Rest des Netzes zu trennen, sollten Nutzer unbedingt auf Updates der Hersteller warten und diese dann zügig einspielen. (sg)

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