Nachdem Powercloud nach eigenen Angaben inzwischen die größten Versorgungsunternehmen in Deutschland gewinnen konnte und die Funktionalitäten zuletzt stark erweitert hat, wird das Kundenportfolio nun, vornehmlich über Partner, auch im Bereich klassischer Querschnittsunternehmen wachsen. Die Stadtwerke Bühl, die die Region mit Strom, Gas, Wärme und Wasser beliefern und darüber hinaus auch umfangreiche Telekommunikations- und Energieservices bieten, machen da nur den Anfang, ist man sich bei Powercloud sicher. Sämtliche Leistungen des Bühler Stadtwerks werden künftig über Powercloud angeboten und abgerechnet.
Weil die Stadtwerke ihre IT-Landschaft modernisieren und künftig auf ein Standard-Angebot aus der Cloud setzen wollten, sei die Wahl auf Powercloud gefallen, sagte der Gründer des Start-ups und Geschäftsführer Marco Beicht. Für Powercloud hätten neben geringeren Kosten und Einsparung von Aufwänden für die regulatorischen IT Anpassungen, insbesondere die Möglichkeit neue Produkte anbieten zu können, gesprochen.
Kleinere Versorger bisher zögerlicher
Bisher waren kleinere und mittlere Stadtwerke, anders als die großen Versorgungsunternehmen, jedoch noch zögerlicher damit, ihre Abwicklungslösung umzustellen, heißt es bei Powercloud. Dies lag darin begründet, dass Anpassungen und Änderungen bei bisherigen Lösungen stets mit erheblichen finanziellen Aufwendungen verbunden waren, die sich Kleinversorger schlicht nicht leisten konnten.
Extra-Angebote für Stadtwerke
Mittlerweile gibt es jedoch passende Paketlösungen für Stadtwerke, erläutert Beicht der ZfK. Diese Pakete enthalten auch weitere Komponenten, die das Angebot komplettieren. "Dazu gehören zum Beispiel Web-Portale oder Marketingsysteme, aber auch BPO-Leistungen. Vorreiter waren hier die EnBW mit Ihrer EnpowerX-Plattform oder Gates mit Ihrem Angebot für Stadtwerke. Durch die weitere Standardisierung wird unser Angebot auch für Stadtwerke sehr attraktiv", erklärte Beicht.
Die Geschäftsführer der Stadtwerke Bühl, Reiner Liebich und Rüdiger Höche wollen mit der Lösung ihren Kunden individuell optimale Lösungen anbieten. Powercloud-Chef Beicht freut sich zudem, dass das erste Stadtwerk ausgerechnet in der eigenen Region gewonnen werden konnte. Als nächsts stehe das Powergrid-Angebot für den Messstellen- und Netzbetrieb an. Hier sei man gerade dabei, die ersten Projekte außerhalb Deutschlands zu starten. (sg)
Mehr zu ERP-Systemen finden Sie in der großen aktualisierten Übersicht der ZfK: https://www.zfk.de/digitalisierung/it/artikel/a968d3658c060dd25f4dab09e0051e39/erstes-stadtwerk-wechselt-zu-powercloud-2020-04-29/
