Bild: KI-generiert, © mimi/Adobe Stock

Ob ERP-Transformation, Smart-Meter-Rollout, KI-Einsatz oder Plattformstrategien – der Digitalisierungs-Ticker der ZFK bündelt kompakt die relevanten Digitalisierungsentwicklungen in der Energiebranche. Wir berichten hier über neue Projekte, technische Meilensteine, Partnerschaften und regulatorische Weichenstellungen. Der Fokus liegt auf praxisnahen Lösungen, die zeigen, wie Stadtwerke, Netzbetreiber und Messstellenbetreiber die digitale Transformation konkret umsetzen können.

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14. September 2026

PPC schließt erste EEBUS-Zertifizierung ab

Power Plus Communications (PPC) aus Mannheim hat als erster Anbieter das neue formale Zertifizierungsverfahren für EEBUS erfolgreich abgeschlossen. Das teilte das auf Smart-Meter-Gateways und Kommunikationstechnik spezialisierte Unternehmen am 14. September 2026 mit. Zertifiziert wurde die CLS‑Adaptersteuerung 2.0 mit der Firmware-Version 3.0.0.

EEBUS ist eine gemeinsame digitale Sprache für energierelevante Geräte und Systeme. Der Standard legt fest, welche Informationen Geräte austauschen, wie sie diese strukturieren und welche Funktionen daraus entstehen. So können etwa eine Wallbox, eine Wärmepumpe, ein Heimspeicher und ein Energiemanagementsystem verschiedener Hersteller miteinander kommunizieren, ohne dass für jede Kombination eigene Schnittstellen nötig sind.

Für die Energiewirtschaft ist das vor allem mit Blick auf die Steuerung nach § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) relevant. Im Engpassfall müssen Netzbetreiber steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wallboxen oder Wärmepumpen herstellerübergreifend ansprechen können. EEBUS kann dafür die standardisierte Kommunikation auf der Geräteseite ermöglichen. Der Standard ist zudem für das Laden von Elektrofahrzeugen sowie die Abstimmung von Photovoltaikanlagen, Speichern und Verbrauchern vorgesehen.

Die neue Zertifizierung gibt es seit Juli 2026. Anders als bei bisherigen Pilotqualifizierungen wird nicht nur ein einzelner Anwendungsfall geprüft. Die Prüfung umfasst die Kommunikationskette, darunter SHIP für die sichere Verbindung, SPINE als Datenmodell, das automatisierte Pairing sowie LPC (Limitation of Power Consumption) für § 14a EnWG und LPP (Limitation of Power Production) für § 9 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Die Prüfung erfolgte im EEBUS Living Lab Cologne. Ausgestellt wird das Zertifikat von der EEBUS-Service-GmbH.

Damit gibt es erstmals einen standardisierten Nachweis, dass ein Produkt im zertifizierten Umfang mit anderen EEBUS-zertifizierten Geräten zusammenarbeitet. PPC kündigte weitere Zertifizierungen an.


11. September 2026

Kraftwerk-Software bündelt drei Gesellschaften

Die Kraftwerk-Software-Gruppe führt die bisherigen Unternehmen Eins+null, IS-Software und MSU Solutions in der neuen "kraftwerk Software Systems GmbH" zusammen. Mit der Verschmelzung sollen Leistungen künftig aus einer Gesellschaft heraus angeboten und bisherige Unterauftragsstrukturen innerhalb der Gruppe reduziert werden. Sitz der neuen Gesellschaft ist Halle (Saale); die bisherigen Standorte von Eins+null und IS-Software in Regensburg bleiben als Niederlassungen bestehen.

Die Geschäftsführung übernimmt Andreas Weber. "Als Kraftwerk-Software-Systems-GmbH können wir ein breiteres Leistungsspektrum aus einer Hand anbieten, ohne Unterauftragsstrukturen und ohne die Komplexität mehrerer Gesellschaften", sagt Weber. Für Kunden und Partner sollen bestehende Verträge, Konditionen und Ansprechpartner unverändert bleiben.

Auch die bisherigen Produktmarken werden weitergeführt. Dazu gehören MSU, WinEV, Joules und M8mit für den Bereich Elektromobilität. Nach Angaben des Unternehmens beschäftigt die Kraftwerk-Gruppe mehr als 400 Mitarbeitende an acht Standorten und betreut über 700 Kunden aus der Energie-, Wasser- und Elektromobilitätswirtschaft.

Zentraler Bestandteil des Angebots bleibt die auf "Microsoft Dynamics 365 Business Central" basierende "kraftwerk.Plattform". Sie bündelt unter anderem Finanzmanagement, Verbrauchs- und Vertragsabrechnung, Zeitreihenmanagement sowie Kunden-, Vertriebs- und Netzprozesse auf einer gemeinsamen Datenbasis. Ergänzend bietet die Gruppe Business-Process-Outsourcing für Prozesse wie Abrechnung, Marktkommunikation sowie Kunden- und Backoffice-Services an.


7. September 2026

Thüga Smartservice bietet eigene KI-Plattform

Thüga Smartservice (TSG) bringt mit SKIP eine eigene KI-Plattform für Stadtwerke und Energieversorger auf den Markt. Die Lösung wird vollständig in deutschen Rechenzentren betrieben und soll Unternehmen ermöglichen, KI-Agenten in bestehende Prozesse und Systeme einzubinden, ohne sich an das Ökosystem eines einzelnen Technologieanbieters zu binden. Entwicklungspartner ist das Münchner Unternehmen Know-way.

Die Plattform unterscheidet drei Arten von Agenten: Wissensagenten erschließen internes Unternehmens- und Branchenwissen und stellen Informationen mit Quellenangaben bereit. Prozessagenten können Dokumente, Verträge, Angebote oder Anträge bearbeiten und beispielsweise Angebote mit Rahmenverträgen abgleichen. Eine dritte Stufe greift mit entsprechenden Nutzerberechtigungen direkt auf bestehende Business-Applikationen zu und führt dort Prozessschritte aus.

"Wir wollen Stadtwerken die Produktivität von KI zugänglich machen, ohne dass sie dafür ihre Souveränität aufgeben müssen", sagt Alexander Haßdenteufel, Geschäftsführer von Thüga Smartservice. Unternehmen behielten die Kontrolle über Daten, Wissen und Agenten; zugleich könnten unterschiedliche KI-Modelle flexibel angebunden werden.

Für Stadtwerke adressiert TSG damit eine zentrale Frage beim produktiven KI-Einsatz: Wie lassen sich generative KI und agentische Systeme in operative Abläufe integrieren, ohne sensible Unternehmensdaten und Prozesse vollständig an externe Plattformanbieter auszulagern? SKIP soll künftig gemeinsam mit Anwendern um weitere energiewirtschaftliche Agenten und Anwendungsfälle ergänzt werden.


21. August 2026

Smart-Meter: Breitband-Powerline öffnet sich für mehrere Anbieter

Der Münchener Systemanbieter EFR und das kanadische Breitbandunternehmen Corinex haben nach eigenen Angaben einen Meilenstein für die Interoperabilität ihrer Breitband-Powerline-Systeme (BPL) erreicht. Die beiden Unternehmen arbeiten mit dem Übertragungsstandard G.hn und haben sich nach sechs Monaten gemeinsamer Entwicklungsarbeit auf technische Spezifikationen für die Kommunikation ihrer Komponenten verständigt. Damit sollen Modems und Smart-Meter-Gateways über die Infrastruktur beider Anbieter kommunizieren können.

Die technische Validierung sei abgeschlossen, teilten EFR und Corinex mit. Die Umsetzung der vereinbarten Lösung stehe noch aus. Im ersten Schritt geht es um die Anbindung von Smart-Meter-Gateways verschiedener Hersteller über 1T-Module. Die Bezeichnung 1T beschreibt dabei die funktionale Schnittstelle zur Anbindung eines Gateways an ein BPL-Netz und nicht die physische Breite des Moduls. Die zentrale BPL-Netzinfrastruktur mit Headends und Repeatern soll zu einem späteren Zeitpunkt interoperabel werden.

Die Zusammenarbeit adressiert damit eine bislang bestehende Einschränkung im G.hn-Ökosystem: Die BPL-Lösungen von EFR und Corinex waren nicht ohne Weiteres miteinander nutzbar. Für Verteilnetzbetreiber und Messstellenbetreiber könnte die technische Öffnung die Auswahl zwischen mehreren Anbietern erleichtern. Zugleich würde die Abhängigkeit von einer einzelnen Systemlösung sinken. Das ist vor allem für den großflächigen Smart-Meter-Rollout relevant, bei dem Kommunikationsinfrastrukturen langfristig geplant und betrieben werden.

"Netzkritische Infrastruktur von mindestens zwei interoperablen Anbietern beziehen zu können, ist für Kunden entscheidend", wird Peter Sobotka, CEO von Corinex, in einer Presseaussendung zitiert. EFR-Geschäftsführer Martin Eibl weist zudem auf die Bedeutung offener Kommunikationsinfrastrukturen für Niederspannungsnetze. Die Entwicklungs- und Produktteams beider Unternehmen hatten sich im August 2026 in Vancouver zur abschließenden Validierung und zur Abstimmung der weiteren Umsetzung getroffen.


17. August 2026

Thüga Smartservice startet Sterungsrollout

Thüga Smartservice (TSG) hat die ersten fünf Messstellenbetreiber mit seinem CLS-Management in den Produktivbetrieb gebracht. Bis Ende August sollen zehn Kunden live sein, bis zum Jahresende insgesamt 40. Zu den ersten Anwendern gehören Stadtwerke Jena Netze, Energieversorgung Selb-Marktredwitz, Stadtwerke Bad Säckingen, Stadtwerke Waldshut-Tiengen und BS Energy in Braunschweig.

Technische Grundlage ist ein im Frühjahr 2026 erreichter "Durchstich": Dabei konnte TSG Steuerbefehle aus einem Niederspannungscockpit über das CLS-Management erfolgreich an eine Steuerbox im Feld übertragen. Eine wesentliche Herausforderung sei dabei das Zusammenspiel unterschiedlicher Umsysteme und Hardware-Komponenten gewesen, erklärt Peter Wurzer, Produktmanager CLS bei TSG.

Noch nicht überall reibungslos funktioniert dagegen die Anbindung an Verbrauchsabrechnungssysteme. "Hier hinkt der Markt hinter den Entwicklungen im CLS-Management deutlich hinterher und eine Anbindung ist leider im Moment oftmals noch sehr schwierig", sagt Michael Hölzl, Director Energy Solutions bei TSG. .

Für den weiteren Rollout setzt TSG auf die Systemlandschaft von Robotron, auf der auch die Gateway-Administration des Dienstleisters läuft. Dadurch sollen zusätzliche Schnittstellen vermieden werden. Nach fünf weiteren Produktivsetzungen bis Ende August plant TSG, bis Jahresende 30 weitere Messstellenbetreiber live zu schalten. Für Stadtwerke zeigt der Rollout damit zugleich, wo die nächste Hürde beim Hochlauf der Steuerung liegt: weniger bei der grundsätzlichen CLS-Technik als bei der Integration in bestehende Backend-Systeme.


30. Juli 2026

Kartellamt stellt SAP-Vorermittlungen ein

Das Bundeskartellamt hat seine Vorermittlungen gegen SAP abgeschlossen und wird derzeit kein Missbrauchsverfahren einleiten. Anlass der Prüfung waren Beschwerden mehrerer Softwareunternehmen, darunter Celonis. Sie hatten dem Softwarekonzern vorgeworfen, den Zugang zu Daten aus seinen ERP-Systemen für Kunden und Drittanbieter zu erschweren und dadurch eigene Lösungen, insbesondere die Process-Mining-Software Signavio, zu begünstigen. Nach Angaben der Behörde haben sich diese Vorwürfe bislang nicht erhärtet.

Die Ermittlungen haben laut Bundeskartellamt ergeben, dass die Extraktion großer Datenmengen aus SAP-Systemen technisch anspruchsvoll sei, derzeit jedoch verschiedene zulässige und praktikable Möglichkeiten dafür bestehen. Auch die im Frühjahr veröffentlichte SAP-API-Policy führe nach dem aktuellen Erkenntnisstand nicht dazu, dass bislang zulässige Formen der Datenextraktion entfallen. Hinweise darauf, dass SAP Signavio kostenlos oder faktisch ohne zusätzliche Kosten anbietet, um Wettbewerber zu verdrängen, fand das Bundeskartellamt ebenfalls nicht.

Kartellamtspräsident Andreas Mundt betonte zugleich, Unternehmen müssten ihre eigenen Daten grundsätzlich auch in Anwendungen anderer Anbieter nutzen können. Die Behörde werde die Entwicklung des Marktes für Unternehmenssoftware und den Datenzugang deshalb weiterhin beobachten und mögliche Wettbewerbsprobleme bei Bedarf erneut kartellrechtlich prüfen.


28. Juli 2026

Teag bricht mit dem klassischen SAP-Projektmodel

Die Thüringer Energie AG (Teag) startet die Einführung von SAP S/4HANA Utilities für Verteilnetzbetreiber und grundzuständige Messstellenbetreiber (VNB/gMSB) – und wählt dabei einen Ansatz, der von klassischen IT-Transformationsprojekten abweicht. Statt auf einer leeren Systemlandschaft zu beginnen, soll dem Fachbereich bereits zum Projektstart eine vorkonfigurierte SAP-Umgebung zur Verfügung stehen.

Eingebunden sind dabei die MaCo Cloud für die Marktkommunikation sowie eine Messkonzeptverwaltung (MKV). So soll der Fachbereich vom ersten Tag an in einer realitätsnahen Umgebung arbeiten und Prozesse schrittweise anpassen können.

Umgesetzt wird das Projekt gemeinsam mit Cerebricks, einem IT-Beratungsunternehmen mit Sitz in Muldestausee (Sachsen-Anhalt). "Anders als bei klassischen Transformationsprojekten beginnt die fachliche Arbeit nicht auf einer leeren Systemlandschaft", sagt Philipp Lübke, CIO und Geschäftsbereichsleiter der Teag. Die Ausweitung der Zusammenarbeit sei für den Versorger "ein konsequenter nächster Schritt".

Für kommunale Netzbetreiber und Messstellenbetreiber, die selbst vor einer S/4HANA-Migration stehen, könnte der Ansatz als Referenz interessant sein: Vorkonfigurierte Systeme auf Basis von Branchenstandards sollen Projektlaufzeiten verkürzen und den Fachbereichen früher handlungsfähige Umgebungen liefern.


27. Juli 2026

Rhenag öffnet KI-Sprachagenten für Stadtwerke

Rund 100.000 Mal im Jahr melden Kunden der Rhenag ihren Zählerstand – per Telefon. Das soll künftig ein Sprachroboter übernehmen. Die Rhenag (Rheinische Energie AG), ein Kölner Energie- und Dienstleistungsunternehmen, führt im Kundenservice einen Voice-KI-Agenten ein. Das sprachgesteuerte System soll am Pilotstandort Siegburg zunächst Standardanliegen wie Zählerstandsmeldungen oder Abschlagsänderungen automatisch bearbeiten.

Für 2026 rechnet Rhenag Energie, die Vertriebssparte der Rhenag, mit rund 400.000 Bearbeitungsvorgängen und etwa 200.000 Telefonaten. "Unsere gut ausgebildeten Experten möchten bei individuellen Fragen helfen, verbringen aber zu viel Zeit mit Standardanliegen", sagt Melanie Florenz, Leiterin Kundenservice bei Rhenag Energie. Die KI soll das ändern.

Als Technologiepartner setzt Rhenag auf Parloa und Logen AI – deren Lösung läuft bei den Netztöchtern Rhein-Sieg-Netz und Westerwald-Netz bereits im Betrieb. Erkennt der Agent, dass ein Anliegen über den Standard hinausgeht, verbindet er automatisch mit einem Mitarbeitenden. Störmeldungen leitet er direkt an die Leitstelle weiter.

Besonders relevant für die Branche: Rhenag entwickelt die Lösung explizit zur Weitergabe an Stadtwerke-Partner. "Wir sehen uns als Modellstadtwerk", sagt Norman Petersson, Leiter Energiegeschäft bei Rhenag Energie. Interessierte Stadtwerke profitieren von einer Einkaufsgemeinschaft und können auf bereits erprobte Anwendungen zurückgreifen.


24. Juli 2026

Kommunen fordern offene Dateninfrastrukturen für die Verwaltungsdigitalisierung

Kommunen und öffentliche Unternehmen fordern stärkere Berücksichtigung offener Datenplattformen bei der Verwaltungsdigitalisierung. Der Münsteraner Verein Civitas Connect, der kommunale IT-Lösungen entwickelt und betreibt, hat gemeinsam mit ersten Kommunen und IT-Dienstleistern einen offenen Brief an die Bundesregierung, den IT-Planungsrat und die zuständigen Digitalministerien veröffentlicht.

Darin sprechen sich die Unterzeichnenden dafür aus, bestehende offene Daten- und Integrationsplattformen stärker in föderale Digitalstrukturen einzubinden. Hintergrund: In vielen Digitalisierungsprojekten würden Schnittstellen heute individuell entwickelt und Datenmodelle projektbezogen aufgebaut – mit hohen Folgekosten und Abhängigkeiten von proprietären Anbietern.

"Digitale Souveränität entsteht nicht allein durch Open Source oder einzelne Anwendungen. Entscheidend sind offene, dauerhaft tragfähige Dateninfrastrukturen, die gemeinsam von der öffentlichen Hand gestaltet werden", erklärt Ralf Leufkes, Geschäftsführer von Civitas Connect. Der Brief greift aktuelle Vorhaben wie den Deutschland-Stack und die Registermodernisierung auf. Weitere Kommunen, Landkreise und öffentliche Unternehmen können die Erklärung noch bis September unterzeichnen; anschließend sollen die Positionen gebündelt an den IT-Planungsrat und das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung übermittelt werden.


13. Juli 2026

Schleupen gewinnt weitere SAP-IS-U-Ablösungen

Die Stadtwerke Rosenheim haben sich für die Softwareplattform Schleupen.CS entschieden und lösen damit ihre bisherigen SAP-IS-U-Systeme ab. Zuvor hatten die Stadtwerke Lemgo ebenfalls den Wechsel bekannt gegeben. Beide Aufträge vergab die Unternehmen nach Ausschreibungsverfahren an die Schleupen SE.

Die Stadtwerke Rosenheim wollen Schleupen.CS künftig als Software-as-a-Service in der Schleupen.Cloud nutzen. Das Projekt umfasst die Marktrollen Lieferant, Verteilnetzbetreiber und Messstellenbetreiber. Nach Angaben des Unternehmens werden rund 90.000 Verträge abgerechnet. Die Umstellung soll im ersten Quartal 2028 abgeschlossen sein.

Auch die Stadtwerke Lemgo setzen künftig auf Schleupen.CS im SaaS-Modell. Dort wird zunächst die Marktrolle Lieferant auf die neue Plattform umgestellt. Das System soll rund 65.000 Verträge abrechnen und ist in das bestehende SAP-Hauptbuch integriert.

Beide Stadtwerke begründen ihre Entscheidung unter anderem mit dem Funktionsumfang der Plattform sowie der Ablösung des auslaufenden SAP IS-U. Für Schleupen setzt sich damit der Trend fort, Versorgungsunternehmen bei der Migration auf neue Meter-to-Cash-Plattformen zu gewinnen.


13. Juli 2026

RKU IT nimmt Hsag-KI-Plattform ins Portfolio auf

RKU IT erweitert seinen NextGen Market um die Hsag AI Suite. Die KI-Plattform soll Energieversorger dabei unterstützen, Anfragen im Kundenservice über Chat, Telefon und E-Mail automatisiert zu bearbeiten.

Die Lösung steht künftig sowohl Bestands- als auch Neukunden von RKU IT zur Verfügung. Dabei spielt es nach Unternehmensangaben keine Rolle, ob die IT-Systeme beim Herner Dienstleister betrieben werden oder in einer eigenen Infrastruktur laufen. Bereitgestellt wird die Plattform als Software-as-a-Service.

Die Hsag AI Suite bündelt Chat-, Voice- und E-Mail-Agenten auf einer gemeinsamen technischen Basis. Energieversorger können Inhalte und Antworten an ihre eigenen Prozesse anpassen. Ziel ist es, wiederkehrende Kundenanliegen kanalübergreifend zu bearbeiten und Mitarbeitende im Service zu entlasten.

Der NextGen Market bündelt Anwendungen verschiedener Anbieter, die Energieversorger über Rku.it beziehen und in bestehende Systemlandschaften integrieren können.


2. Juli 2026

50 Organisationen fordern Energiedatenräume

Rund 50 Unternehmen, Verbände und Forschungseinrichtungen aus der Energie- und Digitalwirtschaft sprechen sich für den Aufbau von Data Spaces im Energiesektor aus. In einem von der Deutschen Energie-Agentur (Dena) veröffentlichten Impulspapier fordern sie, Datenräume als digitale Infrastruktur für die Energiewende zu etablieren.

Data Spaces sollen einen standardisierten und sicheren Datenaustausch zwischen Unternehmen ermöglichen. Nach Einschätzung der Unterzeichner könnten dadurch Integrationskosten sinken, Prozesse automatisiert und Anwendungen wie die netzdienliche Steuerung von Wärmepumpen, Speichern oder Ladeinfrastruktur sowie variable Netzentgelte leichter umgesetzt werden.

Das Papier nennt vier Handlungsempfehlungen. Dazu gehören die stärkere politische und regulatorische Unterstützung von Data Spaces, der Übergang erfolgreicher Pilotprojekte in den Regelbetrieb bis 2032 sowie der Ausbau von Datenkompetenz und Anreizen für den Datenaustausch. "Data Spaces schaffen die Voraussetzungen für einen sicheren, souveränen und standardisierten Datenaustausch", erklärte Corinna Enders, Vorsitzende der Geschäftsführung der Dena.


1. Juli 2026

Stadtwerke Neustadt führen CLS-Management ein

Die Stadtwerke Neustadt an der Weinstraße haben Voltaris mit der Einführung des CLS-Managements beauftragt. Zum Einsatz kommt das Modul aEMT-Basis, das die technischen Voraussetzungen schaffen soll, steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG über intelligente Messsysteme anzusteuern.

Das Modul übernimmt die Rolle des aktiven externen Marktteilnehmers (aEMT) und ist mit der Gateway-Administration sowie den Prozessen des passiven externen Marktteilnehmers (pEMT) verbunden. Dadurch sollen Steuerbefehle über eine durchgängige Prozesskette abgewickelt werden.

Die Stadtwerke Neustadt an der Weinstraße arbeiten bereits beim grundzuständigen Messstellenbetrieb mit Voltaris zusammen. Das Unternehmen übernimmt dabei unter anderem die Gateway-Administration, die Gerätebeschaffung sowie die Anbindung an das ERP-System. Im Stromnetz versorgen die Stadtwerke nach eigenen Angaben rund 34.000 Zählpunkte in der Niederspannung.

Mit dem Projekt bereiten die Stadtwerke die Umsetzung der Steuerungsprozesse im intelligenten Messwesen vor, die mit dem weiteren Smart-Meter-Rollout und den Anforderungen aus § 14a EnWG an Bedeutung gewinnen.


1. Juli 2026

Metrify installiert 10.000 steuerbare iMSys

Metrify hat mit Heinz Lackmann, Advalju und Theben Smart Energy bundesweit 10.000 intelligente Messsysteme mit integrierter Steuerungslösung installiert. Der wettbewerbliche Messstellenbetreiber gehört zur Enpal-Gruppe.

Zum Einsatz kommt ein Smart-Meter-Gateway von Theben Smart Energy mit integriertem CLS-Modul. Die Lösung soll es ermöglichen, steuerbare Verbrauchseinrichtungen und Anlagen über das intelligente Messsystem anzubinden. Dazu zählen etwa Ladeeinrichtungen, Speicher, Photovoltaikanlagen oder Wärmepumpen.

Nach Angaben der Unternehmen handelt es sich um eine One-Box-Lösung, bei der Smart-Meter-Gateway und Steuerungsmodul in einem Gerät kombiniert werden. Die Steuerung erfolgt über den EEBUS-Standard. Die Lösung ist nach Angaben von Theben Smart Energy vom BSI zertifiziert und kann durch Softwareupdates erweitert werden.

Metrify verantwortet als Messstellenbetreiber Rollout und Betrieb der intelligenten Messsysteme. Heinz Lackmann unterstützt unter anderem Backendbetrieb, Logistik und Umsetzung. Advalju liefert Backend-, Integrations- und Steuerungslösungen. Theben Smart Energy stellt die Smart-Meter-Gateways mit Mehrwertmodul bereit.

In diesem Jahr wollen die beteiligten Unternehmen 70.000 Smart-Meter-Gateways mit integrierter Steuerungsfunktion zu Kunden bringen. In den kommenden Jahren sollen weitere intelligente Messsysteme installiert und zusätzliche Steuerungsanwendungen angebunden werden.


1. Juli 2026

Energy Metering setzt auf PPC-Steuerung

Energy Metering, Tochter von Octopus Energy Deutschland, hat mit Power Plus Communications (PPC) einen Vertrag über die Nutzung der Steuerungslösung SMGWplus geschlossen. Nach Unternehmensangaben ist der wettbewerbliche Messstellenbetreiber der erste Anbieter, der die neue Software für die Steuerung direkt aus dem Smart-Meter-Gateway einsetzt.

Das SMGWplus erweitert die Funktion intelligenter Messsysteme über die reine Messwertübertragung hinaus. Das Software-Update ermöglicht es, steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wallboxen, Wärmepumpen oder Photovoltaikanlagen über das Smart-Meter-Gateway anzusteuern. Die Kommunikation erfolgt standardisiert über EEBUS. Die Lösung soll unter anderem Anforderungen aus § 14a EnWG und § 9 EEG unterstützen.

Energy Metering will die Software nutzen, um den Rollout intelligenter Messsysteme weiter zu skalieren und neue Geschäftsmodelle für steuerbare Verbrauchseinrichtungen zu erschließen. Nach Unternehmensangaben sollen in den kommenden Jahren mehr als eine Million Messstellen digitalisiert werden.

Bereits im Februar hatten Energy Metering, Weidmüller und PPC ihre Zusammenarbeit beim Steuerungsrollout angekündigt. Mit der Vertragsunterzeichnung folgt nun ein weiterer Schritt zur Einführung der Steuerung direkt aus dem Smart-Meter-Gateway.


10. Juni 2026

Horizon Energy Deutschland und Peermetering kooperieren bei Mehrfamilienhäusern

Die auf Smart-Meter-Finanzierung und Rollout-Modelle spezialisierte Horizon Energy Deutschland (HED) und der Metering-Dienstleister Peermetering arbeiten künftig beim Smart-Meter-Rollout in Mehrfamilienhäusern zusammen. Im Mittelpunkt steht eine 1:n-Kommunikationslösung, bei der mehrere moderne Messeinrichtungen über ein gemeinsames Smart-Meter-Gateway angebunden werden.

Die Lösung soll vor allem in Gebäuden mit mehreren Zählpunkten eingesetzt werden. Dort gelten Einbau und Betrieb intelligenter Messsysteme häufig als aufwendig, weil technische Infrastruktur, Installationsprozesse und Kosten stärker ins Gewicht fallen als im Einfamilienhaus.

Horizon Energy Deutschland will die Kommunikationsadapter von Peermetering seinen Kunden aus Messstellenbetrieb und Wohnungswirtschaft bereitstellen. Ziel ist es, die Anbindung intelligenter Messsysteme in Mehrparteiengebäuden wirtschaftlicher zu gestalten und den Rollout dort besser skalieren zu können.

"Gerade im Gebäudebestand braucht es Lösungen, die sich wirtschaftlich umsetzen und in bestehende Prozesse integrieren lassen", sagt HED-Geschäftsführer Emil Bruusgaard. Peermetering-Geschäftsführer Jan-Frederic Graen sieht in der Kooperation einen Ansatz, Mehrfamilienhäuser stärker in den Rollout einzubeziehen.

Die Zusammenarbeit adressiert damit einen Bereich, der für den weiteren Smart-Meter-Ausbau zunehmend relevant wird: größere Gebäude mit vielen Messpunkten, bei denen klassische Einbaukonzepte oft an wirtschaftliche Grenzen stoßen.

9. Juni 2026

Enni setzt bei S/4HANA-Migration auf Arvato Systems

Die Enni Energie & Umwelt Niederrhein hat Arvato Systems mit der Transformation ihrer Abrechnungslandschaft beauftragt. Nach einer europaweiten Ausschreibung entschied sich der Versorger für die Plattform AEP.EnerS4 auf Basis von SAP S/4HANA Utilities. Sie soll SAP IS-U ablösen.

Der Umstieg ist bis Oktober 2027 geplant. Arvato Systems setzt dabei auf ein standardisiertes Mastersystem, das zentrale energiewirtschaftliche Prozesse wie Abrechnung, Marktkommunikation und Formularwesen integriert. Ergänzt wird die Plattform durch modulare Services für Betrieb, Prozessunterstützung, Weiterentwicklung und Dienstleistungsleistungen.

"Für Enni ist das Projekt ein zentraler Baustein unserer Digitalisierungsstrategie", sagt IT-Leiter Christian Feltgen. Ausschlaggebend seien der Plattformansatz, die langjährige Zusammenarbeit und die energiewirtschaftliche Expertise von Arvato Systems gewesen.

Mit AEP.EnerS4 will Arvato Systems ein skalierbares Modell für Energieversorger anbieten, die wegen des auslaufenden Supports für SAP IS-U unter Transformationsdruck stehen. Das System folgt dem Clean-Core-Prinzip. Individuelle Anpassungen werden außerhalb des Systemkerns umgesetzt, während regulatorische Anforderungen zentral weiterentwickelt werden.


9. Juni 2026

Stadtwerke Heidelberg steigen bei RKU IT ein

Die Stadtwerke Heidelberg beteiligen sich an RKU IT und werden damit Teil des Gesellschafterkreises des IT- und Infrastrukturdienstleisters für die Energie- und Versorgungswirtschaft. Beide Unternehmen wollen ihre Zusammenarbeit vertiefen und die Entwicklung digitaler Lösungen für kommunale Versorger vorantreiben.

Nach Angaben von RKU IT stärkt der Beitritt das kommunale Gesellschaftermodell des Unternehmens. "Mit dem erfahrenen Partner aus Heidelberg erweitern wir unsere Expertise und legen gemeinsam die Grundlage für zukunftsfähige Lösungen", sagt RKU-IT-CEO Dirk Stieler.

Auch die Stadtwerke Heidelberg sehen Vorteile in der Beteiligung. "Mit unserem Einstieg bei RKU IT stärken wir den Einfluss und sichern uns eine enge Einbindung in zentrale strategische Entscheidungen", erklärt Geschäftsführer Rudolf Irmscher. Zudem ermögliche der Austausch mit den anderen Gesellschaftern neue Perspektiven und fördere die gemeinsame Weiterentwicklung.

Der Dienstleister unterstützt Stadtwerke und Versorgungsunternehmen bei IT-Betrieb, Digitalisierung und Prozessmanagement. Mit dem Einstieg der Stadtwerke Heidelberg wollen beide Seiten Synergien ausbauen, Innovationen vorantreiben und die Zusammenarbeit innerhalb des kommunalen Netzwerks stärken.


3. Juni 2026

EU will digitale Souveränität stärken

Die EU-Kommission hat ein Paket zur technologischen Souveränität vorgelegt. Es umfasst nach Angaben der Kommission zwei Gesetzesvorschläge, den Chips Act 2.0 und den Cloud and AI Development Act, kurz CADA, außerdem eine europäische Open-Source-Strategie und eine strategische Roadmap für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz im Energiesektor. Ziel ist es, Europas digitale Handlungsfähigkeit zu stärken und Abhängigkeiten von außereuropäischen Anbietern bei Schlüsseltechnologien, Daten und Infrastrukturen zu verringern.

Für die Energiewirtschaft ist vor allem der Cloud and AI Development Act relevant. Mit CADA will die Kommission die Rechenzentrumskapazität in der EU innerhalb von fünf bis sieben Jahren mindestens verdreifachen. Bis 2035 sollen die Anforderungen europäischer Unternehmen und öffentlicher Verwaltungen vollständig gedeckt werden. Dafür sollen geeignete Standorte für Rechenzentren identifiziert und Genehmigungen für Projekte mit Nachhaltigkeits- und Innovationskriterien vereinfacht werden. Gleichzeitig soll der steigende Energiebedarf adressiert werden, etwa durch mehr Energieeffizienz, innovative Kühl- und Stromversorgungskonzepte sowie eine bessere Einbindung von Rechenzentren in das Energiesystem.

Die parallel veröffentlichte Energie-Roadmap setzt genau an dieser Schnittstelle an. Sie soll digitale Lösungen und europäische souveräne KI-Anwendungen für Stromnetzoptimierung, Energieeffizienz in Gebäuden und Industrie sowie Flexibilität auf Verbraucherseite beschleunigen. Zudem geht es um die nachhaltige Integration von Rechenzentren in das Energiesystem und um Risiken beim breiten Einsatz von KI in kritischer Infrastruktur. Nach Angaben der Kommission wurden dazu auch zwei Leitinitiativen gestartet: "AI for grids“ und eine Initiative zur nachhaltigen Einbindung von Rechenzentren.


1. Juni 2026

Energienetze Mittelrhein mit klarem Plan für Smart-Meter-Rollout

Die Energienetze Mittelrhein (ENM) zählen beim Smart-Meter-Rollout nach eigenen Angaben zu den am weitesten fortgeschrittenen Messstellenbetreibern in Deutschland. Die Netztochter der Energieversorgung Mittelrhein hat die gesetzlich vorgegebene 20-Prozent-Quote bereits 2025 erreicht.

Im aktuellen Monitoring der Bundesnetzagentur gehört das Unternehmen damit zu den zehn Prozent der erfassten Messstellenbetreiber mit dem höchsten Umsetzungsstand. Bis 2032 sollen im Netzgebiet der Energienetze Mittelrhein rund 100.000 bis 120.000 Stromzähler auf intelligente Messsysteme umgestellt werden. Das entspricht etwa einem Drittel aller Zähler.

"Der Rollout ist komplex, aber wir setzen ihn zuverlässig, sicher und mit klarem Plan um", sagt Geschäftsführer Hendrik Majewski. Die Energienetze Mittelrhein haben dafür ihre IT-Systeme im digitalen Messwesen erneuert, zusätzliches Fachpersonal aufgebaut und Dienstleisterkapazitäten erweitert.

Der Einbau erfolgt nach einem strukturierten Rollout-Plan. Haushalte mit gesetzlichen Pflichteinbaufällen, etwa wegen Solaranlagen, höherem Verbrauch oder steuerbaren Geräten wie Wärmepumpen, werden automatisch informiert. Ziel ist es, Einbauten planbarer zu machen und die Voraussetzungen für mehr Transparenz und Steuerbarkeit im Verteilnetz zu schaffen.


1. Juni 2026

Bundesnetzagentur übernimmt Aufsicht für Data Act

Die Bundesnetzagentur ist seit Inkrafttreten des Datenverordnung-Anwendungs-und-Durchsetzungs-Gesetzes die zuständige deutsche Behörde für die Umsetzung des europäischen Data Act. Sie wird damit zentrale Anlaufstelle für Fragen zum Datenaustausch und überwacht die Einhaltung der neuen Regeln.

Der Data Act soll Unternehmen und Verbrauchern mehr Kontrolle über Daten aus vernetzten Geräten geben. Dazu zählen etwa smarte Haushaltsgeräte, Fahrzeuge oder Industriemaschinen. Ziel ist ein fairerer Zugang zu Daten und die Entwicklung neuer datenbasierter Geschäftsmodelle. Zugleich sollen sensible Informationen wie Geschäftsgeheimnisse geschützt bleiben.

"Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Möglichkeiten des Datenaustauschs stärker genutzt werden", sagt Bundesnetzagentur-Präsident Klaus Müller. Davon könnten insbesondere Start-ups und mittelständische Unternehmen profitieren.

Zu den neuen Aufgaben der Behörde gehören die Zusammenarbeit mit Datenschutzaufsicht, EU-Kommission und Europäischem Dateninnovationsrat, die Zulassung von Streitbeilegungsstellen und die Beobachtung der Datenwirtschaft. Zudem überwacht die Bundesnetzagentur künftig Vorschriften, die den Wechsel zwischen Cloud-Anbietern erleichtern sollen.

Für Unternehmen der Energiewirtschaft ist der Data Act relevant, weil Datenzugang, Cloud-Wechsel und Interoperabilität zunehmend zentrale Fragen digitaler Geschäftsmodelle werden. Die Bundesnetzagentur bietet dazu Informationen und Online-Veranstaltungen an. Die erste findet am 15. Juli 2026 statt.


01. Juni 2026

Stadtwerke Tübingen testen digitales Energiemanagement mit Zählerfreunde und Trianel

Die Stadtwerke Tübingen starten gemeinsam mit Zählerfreunde und dem Trianel Digital Lab ein Pilotprojekt für intelligentes Energiemanagement. Ziel ist es, zu untersuchen, wie Stadtwerke Haushalte bei Photovoltaik, Wärmepumpen, E-Mobilität und dynamischen Stromtarifen besser unterstützen können.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie digitale Angebote gestaltet sein müssen, damit Kundinnen und Kunden sie im Alltag nutzen. Dabei geht es nicht nur um technische Machbarkeit, sondern auch um Bedienbarkeit, finanzielle Anreize, Automatisierung und Akzeptanz.

"Die nächste Phase der Energiewende entscheidet sich nicht allein beim Ausbau erneuerbarer Energien, sondern auch daran, wie intelligent wir Verbrauch und Erzeugung miteinander verbinden", sagt Arbnor Maliqi von den Stadtwerken Tübingen. Mit den Zählerfreunden wolle man mehr Transparenz und eine bessere Nutzung von Flexibilitäten ermöglichen.

Die Stadtwerke Tübingen planen unterschiedliche Energiedienstleistungen stärker vernetzen, etwa Photovoltaik, Wärmepumpen, E-Mobilität und Stromtarife. Die Zählerfreunde bringen digitale Energiemanagement-Lösungen ein, das Trianel Digital Lab unterstützt bei Kundenperspektive, Umsetzung und wirtschaftlicher Bewertung. Erkenntnisse sollen im Trianel-Netzwerk geteilt und für weitere Stadtwerke nutzbar gemacht werden.


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