IT-Sicherheit ist für viele Unternehmen so wichtig wie die Luft zum Atmen. Dies spiegelt sich auch in der Nachfrage wieder.

IT-Sicherheit ist für viele Unternehmen so wichtig wie die Luft zum Atmen. Dies spiegelt sich auch in der Nachfrage wieder.

Bild: © bluebay2014/AdobeStock

Die Umsätze mit Sicherheitslösungen legen in diesem Jahr um neun Prozent zu und wachsen damit fünfmal stärker als die Wirtschaft insgesamt. 2018 werden in Deutschland mit Hardware, Software und Services für IT-Sicherheit voraussichtlich 4,1 Milliarden Euro umgesetzt. Für das Jahr 2019 ist ein weiteres Wachstum um neun Prozent auf 4,4 Milliarden Euro prognostiziert. Das zeigen Berechnungen des Marktforschungsunternehmens IDC im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

„Die Unternehmen haben verstanden, dass sie mehr für ihre IT-Sicherheit tun müssen. Also investieren sie“, sagte Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung anlässlich der Eröffnung der IT-Sicherheitsmesse "it-sa, die vom 9. bis 11. Oktober in Nürnberg stattfindet. „Um digitale Angriffe durchzuführen, muss heute niemand mehr Informatik studiert haben. Unternehmen müssen vorbeugen und ein robustes IT-Sicherheitsmanagement aufbauen, aktuell halten und engagiert betreiben“, so Dehmel. Dazu gehöre die organisatorische, technische und personelle Sicherheit im Betrieb.

Dienstleistungen machen den größten Anteil im Markt aus

Der mit Abstand größte Teil der Ausgaben entfällt auf Dienstleistungen für digitale Sicherheit. In diesem Segment werden dieses Jahr 2,2 Milliarden Euro ausgegeben, ein Plus von elf Prozent zum Vorjahr. Für IT-Sicherheits-Software wie beispielsweise Virenscanner oder standardisierte Firewalls sind 1,3 Milliarden Euro an Ausgaben prognostiziert (plus zehn Prozent). Mit 550 Millionen Euro liegen die Ausgaben für entsprechende Hardware auf ähnlichem Niveau wie im Jahr 2017 (plus 0,3 Prozent).

Schaden beläuft sich auf 43 Mrd. Euro

Erst kürzlich hatte eine Bitkom-Untersuchung ergeben, dass sieben von zehn Industrieunternehmen (68 Prozent) in den vergangen zwei Jahren Opfer von Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Diebstahl geworden sind, kleinere Unternehmen waren dabei überproportional betroffen. Der dadurch entstandene Schaden summierte sich im Untersuchungszeitraum auf 43 Milliarden Euro. (sg)

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