Mit dem Rollout intelligenter Messsysteme werden Haushalte und Unternehmen millionenfach in das Energiesystem eingebunden. Damit wird die potenzielle Erschließung von Flexibilitäten in großer Breite möglich, insbesondere in Form dezentral steuerbarer Erzeugungs-/Verbrauchsanlagen und Speichern wie der E-Mobilität. Kisters hat für deren Betriebsführung in diesen immensen Mengen nun den "BelVis FlexManager" enwickelt. Die massendatenfähige Lösung soll alle Komponenten eines Energiesystems bis hinunter zur kleinsten Ebene der CLS (controllable local systems) verbinden und ihr Zusammenspiel netz-, markt- sowie systemdienlich steuern.
"Der FlexManager unterstützt die energiewirtschaftlichen Akteure, erneuerbare Energien intelligent zu nutzen und Erzeugung und Verbrauch sinnvoll und effizient auszubalancieren. Er ist die technische Basis für viele Maßnahmen im Hinblick auf die integrierte Energiewende. Der Bedarf an Abregelung, Stromspeichern und Energietransport wird durch Flexibilitätsmanagement deutlich reduziert", erläutert Michael Untiet, Leiter des Geschäftsbereichs Energie bei Kisters. Man habe den FlexManager in Kooperation mit namhaften Unternehmen für Smart-Grid- und Smart-Metering-Lösungen entwickelt. In europäischen Ländern, wo der Smart-Meter-Rollout schon weiter fortgeschritten ist, ist er breits in produktivem Einsatz.
Big-Data-fähige Software mit künstlicher Intelligenz
Der FlexManager sei dabei das technische Schlüsselelement für neue Lösungen und Geschäftsmodelle im digitalisierten Energiesystem. Das reiche von einfachen Use Cases wie der Ablösung von Rundsteuersystemen über netzdienliche Anwendungen wie Peak Shaving oder Spannungshaltung bis zur automatisierten Integration von CLS in virtuelle Kraftwerke der nächsten Generation. Bei der Steuerung übernimmt die Lösung die hochautomatisierte Verwaltung, Gruppenbildung, Schaltung sowie Überwachung der Komponenten und Prozesse.
Laut Kisters kann er die immensen Datenmengen aus Smart Metern verarbeiten und die Flexibilitäten an jeder einzelnen Marktlokation ausnutzen. Künstliche-Intelligenz-Algorithmen kämen ebenfalls zum Einsatz. Für übergeordnete Systeme wie virtuelle Kraftwerke oder Optimierungssysteme stellt der FlexManager das Bindeglied zum Zugriff auf jede einzelne Einheit dar. Die Einbindung in bestehende IT-Systeme (z.B. CRM, MDM, Leittechnik) sei über vorkonfigurierte und flexibel anpassbare Schnittstellen einfach zu handhaben. Optional gebe es den FlexManager auch als Cloud-Lösung. (sg)
