Um in dem sich verändernden Markt bestehen zu können, müssen die kommunalen Unternehmen ihre Prozesse radikal vereinfachen und effizienter machen. Das sagt der Geschäftsführer der Stadtwerke Eutin (SWE), Marc Mißling, bei der Vorstellung der Plattform "KommunalDigital" am Dienstag. Ziel müsse sein, durch digitale Innovationen beispielsweise Fixkosten zu senken, um langfristig rentabler und konkurrenzfähiger gegenüber neuen Playern auf dem Markt sein zu können. Dabei unterstützen soll die Plattform "KommunalDigital".
Dort vernetzen sich schon jetzt über 2000 User, darunter Mitgliedsunternehmen des VKU wie die SWE, Start-ups, Beratungsunternehmen und Produktpartner. Die Plattform ermöglicht den Usern sich zu konkreten Projekten anderer kommunaler Unternehmen zu informieren und auszutauschen. Über Schlagworte kann gezielt nach Bereichen gesucht werden, in denen die Nutzer sich weiterentwickeln wollen, zum Beispiel Blockchain. Neben einer Kurzbeschreibung des jeweiligen Projekts finden die Unternehmen Kontaktdaten der jeweiligen Projektpartner und können unmittelbar Informationen zu den Innovationen erhalten.
Ein Ökosystem mit den Kommunalen im Zentrum
Zusätzlich können Berater, Start-ups und Produktpartner, aber auch die Versorger passende Lösungen für die jeweiligen Interessenten auf dem Marktplatz der Plattform anbieten. Durch diese Kombination aus Information, Austausch und Angeboten erzeugt "KommunalDigital" ein Ökosystem, in dem die kommunalen Unternehmen im Zentrum stehen.
Mithilfe diese Ökosystems sollen sie die neuen Herausforderungen annehmen und sich weiterentwickeln. Die Stadtwerke Eutin sind dabei schon weit gekommen. So können sie über die Plattform ihre Expertise und Erfahrung als etablierter Versorger nutzen und Services wie Abrechnungsleistungen, Contracting oder Breitband-Dienstleistungen deutschlandweit anbieten - und das alles ohne große Vertriebsstrukturen.
Vielseitige Informationen und Angebote
Darüber hinaus gibt es auf der Plattform einen News-Bereich, der über besondere Innovationen wie die neuen Solarbodenplatten der Rheinenergie berichtet. Auch der Projektatlas, ein eVergabe-Portal und eines speziell für Verteilnetzbetreiber gehören zu den Features der Website.
Zu den weiteren Anbietern auf der Plattform zählen zum Beispiel das Start-up Clarify Data, das mithilfe von KI die Prozesse der kommunalen Unternehmen optimieren will. Auch die Firma Red-Kilowatt bietet ihr cloudbasiertes Gebäude- und Energiemanagement als White-Label-Lösung auf "KommunalDigital" an. So können von der Plattform letztlich alle Nutzer profitieren und gemeinsam auf die Transformation der Versorgungsbranche reagieren. (pm)



