Die Anwendungsmöglichkeiten der neuen Zähler reichen vom Smart Home über Telemedizin bis hin zu einer besonders sicheren Kommunikation mit der Bank.

Die Anwendungsmöglichkeiten der neuen Zähler reichen vom Smart Home über Telemedizin bis hin zu einer besonders sicheren Kommunikation mit der Bank.

Bild: © j-mel/AdobeStock

Zwar brauche man verbindliche Standards und maximale Sicherheit, "aber gleichzeitig müssen wir jetzt rasch die volle Funktionsvielfalt der Smart Meter ermöglichen“, fordert Bitkom-Energieexperte Robert Spanheimer. Und weiter: „Wir dürfen nicht versuchen, die technischen Spezifikationen bis ins kleinste Detail des Datenaustausches vorzuschreiben. Dadurch verlieren wir viel zu viel Zeit und die notwendige Flexibilität für innovative Anwendungen.“

Die Smart Meter Gateways ermöglichen die dynamische Steuerung des Stromverbrauchs, etwa des E-Autos an der Ladesäule oder der Wärmepumpe, und sind so Grundlage für ein stabiles Stromnetz und ein Gelingen der Energiewende. Darüber hinaus bieten die Gateways eine besonders sichere Verschlüsselung und können so Grundlage für eine ganze Palette von neuen Diensten sein, die eine besonders abgesicherte Kommunikation neben dem normalen Internetanschluss benötigen. Die Anwendungsmöglichkeiten reichen vom Smart Home über Telemedizin bis hin zu einer besonders sicheren Kommunikation mit der Bank, so der Digitalverband.

Datentransport und Steuerung von Mehrwertdiensten über eine Schnittstelle

Konkret setzt sich Bitkom dafür ein, dass der Datentransport und die Steuerung von Mehrwertdiensten über eine Schnittstelle erfolgen, den sogenannten CLS-Kanal. „Der CLS-Kanal bietet eine besonders sichere Verschlüsselung und gewährleistet so die Sicherheit der Daten und des Stromnetzes. Zugleich besteht durch die Definition einer Schnittstelle keine Notwendigkeit, den Prozess des Datenaustauschs im Detail technisch und organisatorisch zu definieren“, so Spanheimer. „Der CLS-Kanal eröffnet Raum für Wettbewerb und ist Grundlage für neue Angebote und Geschäftsmodelle.“

Bevölkerung steht positiv zu den neuen Zählern

In der Bevölkerung gebe es eine große Bereitschaft, Smart Meter zu nutzen. So würden zwei Drittel (66 Prozent) der Bundesbürger Geräte wie elektrische Heizungen oder Kühlgeräte automatisch so steuern lassen, dass das Stromnetz stabilisiert wird und Ressourcen geschont werden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1.003 Bundesbürgern im Auftrag von Bitkom. (sg)

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