Digimeto beginnt in Kürze mit dem Einbau der intelligenten Messsysteme (digitaler Stromzähler und Kommunikationsmodul). Nachdem der Gerätehersteller Theben AG vom Bundesamt für Informationssicherheit (BSI) die entsprechende Zertifizierung erhalten hat, ist Digimeto der erste Kunde, der ein ALC Smart-Meter-Gateway bekommt.
Individuell abgestimmt SiLKe
Es handelt sich um das Modell „CONEXA 3.0 Performance“, das der Vertriebspartner Heinz Lackmann GmbH & Co. KG unter Einhaltung der sicheren Lieferkette (SiLKe) nach Dresden bringt. Dabei setzen Digimeto, Theben und Lackmann auf einen individuell abgestimmten Prozess. Ziel ist es, den Verantwortungsübergang im Sinne der Informationssicherheit sachgerechter zu gestalten, als es bisher im Markt üblich ist. Dies wird ermöglicht durch die Erweiterung des Geltungsbereiches der ISO27001-Zertifizierung der Digimeto um den Aspekt der Steuerung der sicheren Lieferkette.
Im ALC-Test werden die Geräte überprüft
Die Smart Meter Gateways gehen ab Anlieferung im Lager ins Eigentum und den Verantwortungsbereich der Digimeto über. Das bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt die unternehmenseigenen und zertifizierten Vorgaben zur Informationssicherheit gelten. Für die Anbieter ergibt sich so der Vorteil, dass keine herstellerspezifischen Vorgaben mehr gemacht werden müssen.
Kunden sollen so von einer hohen Informationssicherheit während der Lagerung, des Transports und der Montage profitieren, die kontinuierlich überprüft und verbessert werden kann. Die Montage der Geräte darf nur von autorisierten und geschulten Servicetechnikern erfolgen. Die Inbetriebnahme des intelligenten Messsystems wird durch die Digimeto als zertifizierter Smart Meter Gateway Administrator durchgeführt.
In den kommenden Wochen schließt sich ein intensiver sogenannter „Assurance Class Life Cycle Test“ (ALC-Test) an. In diesem dürfen die Geräte in der Smart Meter Public Key Infrastructure (SM-PKI) getestet werden. Hierbei wird der gesamte Lebenszyklus eines Smart Meter Gateways durchlaufen.
Einbau von modernen Messeinrichtungen bei Turnuswechsel
Die Digimeto ist nach eigenen Angaben auf den anstehenden Rollout der intelligenten Messsysteme gut vorbereitet. Als grundzuständiger intelligenter Messstellenbetreiber muss sie bis 2032 alle Messstellen mit modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen (iMsys) ausstatten. Um diesen Termin einhalten zu können, wird bei allen anstehenden Turnuswechseln, die sich aus der Eichgültigkeit der aktuell verbauten Zähler ergeben, mit dem Einbau von modernen Messeinrichtungen begonnen. Dies wird bereits seit April 2019 gemacht
Der Einbau der intelligenten Messsysteme startet in den kommenden Wochen. Dies betrifft Kunden mit einem durchschnittlichen Jahresstromverbrauch von 6.000 - 100.000 kWh. Hauseigentümer mit Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien (gemäß EEG- oder KWK-G), sowie steuerbaren Anlagen nach §14a Energiewirtschaftsgesetz sind derzeit noch vom Einbau der intelligenten Messsysteme ausgeschlossen. Die Aktualisierung der Marktanalyse des BSI erfolgt nach Anpassung des Rechtsrahmens, spätestens zum 30. Dezember, teilte der Messstellenbetreiber mit. (sg)



