Ein Stromspeicher Typ "Sonnenbatterie" des Allgäuer Herstellers Sonnen.

Ein Stromspeicher Typ "Sonnenbatterie" des Allgäuer Herstellers Sonnen.

Bild: © Sonnen GmbH

Diese Woche stellte SolarPower Europe die erste Ausgabe des neuen europäischen Marktausblicks für Batterie-Speichersysteme für Privathaushalte vor, wie der Branchenverband in einer Presserklärung mitteilte. Darin wird der Markt auf dem gesamten Kontinent analysiert und die Kapazität für 2020-2024 prognostiziert.

Die Analyse zeigt, dass 2019 ein starkes Wachstum für private Batterie-Energiespeichersysteme (BEES) in Europa zu verzeichnen war, mit 745 Megawattstunden (MWh) zusätzlicher Kapazität. Dies ist ein Plus von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Deutschland mit einem europäischen Marktanteil von 66 Prozent

Deutschland bleibt mit fast 500 MWh installierter Kapazität und einem Marktanteil von 66 Prozent unangefochtener Marktführer bei BESS in Europa. Die fünf größten nationalen Märkte - Deutschland, Italien, Großbritannien, Österreich und die Schweiz - machen über 90% des europäischen Marktes aus.

Der Bericht zeigt, dass der BESS-Markt für Privathaushalte in Europa in den kommenden Jahren ein starkes Wachstum verzeichnen wird. Für dieses Jahr wird erwartet, dass der Markt aufgrund der COVID-19-Pandemie voraussichtlich nur um 9 Prozent zulegt (810 MWh). Schon im kommenden Jahr wird jedoch wieder ein Wachstum im zweistelligen Bereich erwartet, unterstützt durch Corona-Konjunkturpakete.

Bis 2024 voraussichtlich private Batterspeicher mit 7,2 GWh installiert

In einem mittleren Szenario wird damit gerechnet, dass bis 2022 jährlich private Batteriespeicher im Gigawattstunden-Bereich neu installiert werden. Laut dem Marktausblick werden bis 2024 voraussichtlich private Batteriespeicher mit insgesamt 7,2 Gigawattstunden (GWh) in Europe installiert sein.

Raffaele Rossi, Koordinator von SolarPower Europe's Solar & Storage Workstream und Mitautor des Berichts, erklärte laut der Pressemitteilung: "In einem zu 100 % erneuerbaren Energiesystem wird die Stromspeicherung für eine ununterbrochene Energieversorgung von entscheidender Bedeutung sein und bis zu 24 Prozent des Strombedarfs abdecken“.

900 GWh installierte BEES-Kapazität bis 2030

Um dies zu erreichen, müsse die installierte BESS-Kapazität bis 2030 auf 900 GWh und bis 2050 auf 1.600 GWh ansteigen, ein immenses Wachstum gegenüber dem heute installierten Niveau. „Die europäischen und nationalen politischen Entscheidungsträger sollten dieses enorme Potenzial erkennen und die dezentrale Energiespeicherung in ihren Energie- und Klimaplänen fördern“, fordert Rossi. (hcn)

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