Bereits im vergangenen Jahr haben die SWB und der Smart-Metering-Dienstleister Meterpan ihr Pilotprojekt zum wettbewerblichen Messstellenbetrieb (wMSB) zur Kundenbindung und -gewinnung abgeschlossen. Jetzt starten beide die nächste Stufe ihrer Zusammenarbeit: Die bis dato erworbenen Erfahrungen und Erkenntnisse sollen nun neue intelligente Projekte zum wettbewerblichen Messstellenbetrieb (wMSB) ermöglichen.
Beide Unternehmen fokussierten sich bei ihrem ersten wMSB-Piloten zunächst auf Privat- und Gewerbekunden". Bereits kurz nach Einführung des neuen Produktes war die zunächst limitierte Stückzahl der Smart Meter für dieses Projekt erreicht. Der neue, smarte Tarif war ein voller Erfolg und wurde von den SWB-Kunden einfach erwartet", resümiert Steffen Heudtlaß, Geschäftsführer der Meterpan. Dieses Projekt umfasste etwa 550 Zähler, von 2020 an werden dann jährlich vierstellige Anzahlen hinzukommen. Für den Rollout der modernen Messeinrichtungen habe man rund ein Viertel Jahr gebraucht, erklärte ein Sprecher der SWB auf ZfK-Nachfrage. Konkret handelte es sich um moderne Messeinrichtungen die eine viertelstündige Visualisierung der Verbrauchsmengen ermöglichen.
Zielgruppenanalyse schafft Klarheit
Dass die Zähler so gut angenommen wurden, lag dem SWB-Sprecher zufolge auch daran, dass man im Vorfeld des Pilotens eine genaue Zielgruppenanalyse gemacht hatte und so zum Start sehr genau wusste, wer sich aus welchem Grund für einen Smart-Meter interessiert. Grob einteilen lassen sich die Kunden in preisaffine und technikaffine. Darüber hinaus haben man das Produktportfolio angepasst, um bei den preisaffinen Kunden den Anreize zu schaffen, Verbräuche in Schwachlastzeiten zu verlagern. "Aufgrund unserer detaillierte Marktforschung glauben wir an die Chancen, die in diesem Geschäftsfeld liegen und werden für die von uns identifizierten Zielgruppen weitere Stromprodukte entwickeln und im Markt testen", so die Bremer.
Vor allem Mehrwerte im Visier
In der nächsten Phase konzentrieren sich SWB und Meterpan bei den neuen Projekte vornehmlich auf die Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft. Für SWB ist die Ausprägung des wMSB mit umfassend digitalem Angebot schon seit längerem ein wesentlicher Erfolgsfaktor. "Die technischen Anforderungen an die neue Marktrolle sind enorm. Bereits seit 2012 arbeiten wir intensiv an zukunftsorientierten Lösungen für den wMSB. Es sollen vor allem Mehrwerte geschaffen werden, sowohl für die Wohnungswirtschaft als auch für den Endkunden", erläutert Birgit Larisch, bei SWB Vertrieb zuständig für die Koordination Dienstleistungen.
Dienstleister Meterpan übernimmt für SWB den Messstellenbetrieb und die Messdienstleistung. "Der nächste Schritt wird die Lieferung und Inbetriebnahme des neuen LoRaWAN für die IoT-Kommunikation im Rahmen eines Piloten in Bremen sein", sagt Steffen Heudtlaß. Hierbei wird der hauseigene LoRa-Networkserver von Meterpan eingesetzt. Er vereint die Bereiche Metering und IoT. Der LoRa-Server bilde die ideale Plattform für die wohnungswirtschaftlichen Anwendungsfälle", so Heudtlaß weiter. Einrichtung, Betrieb und Hosting der entsprechenden Komponenten wie Sensoren, Gateway und Server erfolgen über Meterpan.
Äußerst zuversichtlich sehen beide Partner hier die weitere Entwicklung: So ermöglichen Smarte Technologien im praktischen Einsatz aus ihrer Sicht bereits kurzfristig einen wesentlich gesteigerten Kundennutzen und bilden die Geschäftsgrundlage von Morgen. (sg)


