Michael Diermann  ist Leiter TM/Messwesen bei DEW21

Michael Diermann ist Leiter TM/Messwesen bei DEW21

Bild: © DEW21

DEW21 hat sich entschieden, als Smart-Meter-Gateway-Administrator tätig zu sein, erledigen Sie den Dienst auch für andere Versorger oder „nur" für Ihr Unternehmen
Im ersten Schritt werden wir die Gatewayadministration für unsere Netztochter "DONETZ" übernehmen sowie für DEW21 als wettbewerblichen Messstellenbetreiber. Im Rahmen der Kooperation „ProMeter“ prüfen wir gerade gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern mögliche Dienstleistungen für interessierte Stadtwerke.
 
Warum hat sich DEW21 dazu entschieden Gateway-Administrator zu werden?
Dies war eine strategische Entscheidung. In einem entsprechenden Strategieprojekt innerhalb des Kooperationsnetzwerkes „ProMeter“ wurde entschieden, das GWA-System selbst zu bedienen und dies nicht als BPO-Dienstleistung zu vergeben. Auch nach den Erfahrungen aus dem FNN Teststufenkonzept erscheint es aus strategischen Gründen sinnvoll, hier alle Prozesse in der eigenen Hand zu behalten.
 
Wie sieht es bei Ihnen mit dem Rollout aus, haben Sie schon die ersten zertifizierten Gateways eingebaut?
Wir betreiben in unserer Testumgebung aktuell nicht-zertifizierte Gateways.  Nachdem wir die Prozesse der sicheren Lieferkette jetzt umgesetzt haben, planen wir mit dem Einbau von zertifizierten Geräten ab Mitte 2019 zu starten.
 
Wie bewerten Sie den Aufwand zur sicheren Lieferlogistik?
Das aktuell größte Problem sehen wir darin, dass jeder Gatewayhersteller hier seinen eigenen Weg bei der Umsetzung geht. Da wir uns nicht auf einen Hersteller beschränken können und wollen, müssen wir im Zweifel diverse Varianten parallel umsetzen und betreiben. Hierdurch steigen die Kosten für die Umsetzung der sicheren Lieferkette unnötig. Die Transportboxen, Tan Generatoren und nicht zuletzt das geschulte Personal, alles muss mehrfach vorgehalten werden. Effiziente Prozesse sehen aus unserer Sicht anders aus.
 
Wie bewerten Sie die MaKo2020? Lieber stoppen oder ist die Zwischenlösung mit dem Messstellenbetreiber als zentrale Datenscheibe die richtige?
Besser wäre es gewesen die MaKo2020 frühzeitig zu verschieben, sodass wir direkt in das Zielmodell  – der sternförmiger Versand aus dem Gateway heraus – hätten wechseln können. Mittlerweile ist allerdings bereits ein nicht unerheblicher Aufwand in die IT-Seitige Entwicklung und Umsetzung gesteckt worden, sodass ein Stopp der MaKo2020 nicht ratsam wäre. Zudem kann es ohne MaKo2020 auch keine Markterklärung geben. Damit hätten wir dann Ende des Jahres die durchaus kuriose Situation, dass es vermutlich drei zertifizierte Gateways gibt, aber keine Marktprozesse um die Daten entsprechend zu verarbeiten und zu verteilen. Den Rollout der iMSys noch weiter zu verzögern schadet am Ende der gesamten Branche und unserer Glaubwürdigkeit.












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