„Das Interesse an unserem zertifizierten Smart Meter Gateway CASA war enorm“, resümiert Peter Heuell, Geschäftsführer der EMH Metering.

„Das Interesse an unserem zertifizierten Smart Meter Gateway CASA war enorm“, resümiert Peter Heuell, Geschäftsführer der EMH Metering.

Bild: © EMH Metering

Die ZfK besuchte auf der E-World einige Gateway-Hersteller. Für das zweite Quartal wird die Zertifizierung des Geräts von Theben erwartet. Die Besonderheit: Neben dem eigentlichen Gateway lässt sich dort eine externe Mehrwertplattform anstecken auf der unterschiedliche Apps laufen können.

Mit Energybase, dem EnBW-Startup, wird es hier unter anderem ein Energiemanagementsystem geben. Damit soll sich Eigenverbrauch von Kunden beispielsweise auf bis zu 80 Prozent steigern lassen. Da es sich bei den zusätzlichen Modulen um eine unidirektionale Datenübertragung handelt – die Informationen gehen nur aus dem Gateway hinaus – gebe es auch keine Möglichkeit die Gateways zu manipulieren, erläutert Ruwen Konzelmann, Head of Business Unit Smart Energy, der ZfK.

Devolo und Discovergy

Ebenfalls ein Gateway mit Mehrwerten strebt Devolo an. Hier ist das Mehrwertportal von Kiwigrid allerdings im Gerät integriert. „Unsere Kooperation war von Beginn an auf eine nachhaltige Mehrwertdienstfähigkeit ausgelegt und wird es bleiben. Beide Unternehmen teilen die Vision, dass der Smart-Meter-Rollout primär ein Smart-Building-, Smart-Mobility- und Smart-Grid-Rollout sein muss. Wir werden nun unsere gemeinsame Entwicklung beschleunigen“, sagt Kiwigrid-GründerCarsten Bether. Das Zertifizierungs-Zertifikat vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erwartet Devolo im Laufe des Jahres 2021. Discovergy geht von einer Zertifizierung seines Gateways Ende diesen Jahres aus.

PPC

Auch von den zertifizierten Gateway-Herstellern gibt es Neues: PPC erwartet seine Rezertifizierung mit den TAF 9 (Ist-Einspeisung),10 (Netzzustandsdaten) und 14 (Disaggregation von Daten) im 2. Quartal dieses Jahres und stellte auf der Essener Messe seinen Adapter für eine Submetering-Lösung vor, die zusammen mit den Partnern Qundis, Smarvis und Kalo umgesetzt wurde.

Weitere Mehrwerte bietet die Partnerschaft mit Kiwigrid: „Gemeinsam mit Kiwigrid wollen wir den Smart-Meter-Rollout zu einem Mehrwertdienste-Rollout aufwerten”, sagt PPC-Chef Ingo Schönberg. “Wir sehen insbesondere in §14a-Anwendungen eine große Chance für Energieversorger und Nutzen für Endkunden", so Schönberg weiter.

Hinzu kommt die Partnerschaft mit KEO: Beide Unternehmen haben eine interoperable Lösung entwickelt, um Ladevorgänge von Elektroautos netzdienlich steuern zu können. Fokus in den Gesprächen auf dem Messestand waren die Prozesse im Rollout: "Von der Installateurs-App und Bestellung bis zur Hotline und den Portallösungen wollten sich die Endergierversorger vor allem über Effizienz und Effizienssteigerung in den Abläufen austauschen"  so PPC-Vorstand Eugen Mayer.

EMH Metering

Das jüngst zertifizierte Smart-Meter-Gateway von EMH Metering zog laut Geschäftsführer Peter Heuell enormes Interesse auf sich. Damit die Kunden die Potenziale des Smart Meter Gateways voll ausschöpfen können, setzt das Unternehmen zudem auf Kooperationen. Gemeinsam mit der Thüga SmartService präsentierte der Hersteller auf der E-World ein Paket für einen sicheren und effizienten Rollout. Außerdem hat EMH Metering ebenfalls wie PPC in Kooperation mit den Anbietern Kiwigrid und KEO Mehrwertdienste für das Smart Home und die E-Mobility entwickelt.

Mit der KUGU Home setzt der Hersteller zusätzlich eine Plattform für Submetering-Services auf. Welcher zusätzlicher Nutzen sich mit den TAFs 9,10 und 14 generieren lässt, präsentierte EMH Metering außerdem live auf der Messe. Das BSI müsse jetzt den Weg für eine effiziente Rezertifizierung ebnen, forderte Heuell.

Sagemcom Dr. Neuhaus

Eine besonders "schlanke SiLKE" bieten nach eigenen Angaben Sagemcom Dr. Neuhaus: Wir haben eine SiLKe erstellt,bei der wir bewusst auf günstige, interoperable Prozesse gesetzt haben. So umfasst unser Dokument zur sicheren Lieferkette nur 28 Seiten und kann nach unserer Einschätzung sehr einfach in die bestehenden Prozesse der Messstellenbetreiber integriert werden. Insofern ist die SiLKe von Sagemcom Dr. Neuhaus der günstigste Ansatz, um Geräte BSI-konform auszurollen", sagte der Hersteller der ZfK vor der Messe.

Zudem gab es einen Ausblick auf die Entwicklungspläne: So wird im ersten Quartal 2020 die eSIM-Funktionalität im Gateway umgesetzt. Durch dieses Feature erhalten Messstellenbetreiber Flexibilität in Bezug auf ihre Mobilfunkkosten, da der SIM-Chip jederzeit auf einen neuen Vertrag umgeschrieben werden könne. Ebenso werden die Montagekosten gesenkt, da bei den mobilfunkbasierten Gateways kein physischer Simkartenwechsel mehr vorgenommen werden müsse. Die Umsetzung der neuen Tarifanwendungsfälle (TAF 9, 11 und 14) laufe auf Hochtouren, sodass mit einem erfolgreichen Abschluss zeitnah gerechnet werde. (sg)


 

 


Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper