Stawag-Vorstand Wilfried Ullrich, Geschäftsführer 4traffic Marcel Breuerund die Beigeordnete für Planung, Bau und Mobilität der Stadt aachen Frauke Burgdorff zeigen die Sensoren für die Verkehrsmessung am Theaterplatz und freuen sich über den Start des LoRaWAN-Netzes.

Stawag-Vorstand Wilfried Ullrich, Geschäftsführer 4traffic Marcel Breuerund die Beigeordnete für Planung, Bau und Mobilität der Stadt aachen Frauke Burgdorff zeigen die Sensoren für die Verkehrsmessung am Theaterplatz und freuen sich über den Start des LoRaWAN-Netzes.

Bild: © Stawag/Steindl

Die Stawag hat ihren Start in die LoRaWAN-Technologie bekannt gegeben. „Die potenziellen Anwendungsfälle für diese Technologie sind sehr vielfältig“, sagt Stawag-Vorstand Wilfried Ullrich. Als ein erstes Pilotvorhaben stellen die Stadt Aachen und der Versorger ein Projekt am Theaterplatz vor, bei dem eine Überwachung von Verkehrsströmen im Mittelpunkt steht. „Wir brauchen gute Daten für die Verkehrswende, denn nur auf der Basis dieser objektiven Daten können wir die Entscheidungen gut abgewogen vorbereiten, die insbesondere bei der Umgestaltung unserer Straßenräume anstehen“, erläutert Frauke Burgdorff, Beigeordnete für Planung, Bau und Mobilität.

Pilotvorhaben: Messung der Verkehrsströme

Dank der neuen Technologie lässt sich nun messen, wie sich der motorisierte Individualverkehr rund um den Theaterplatz entwickelt. Dazu werden die Straßenlaternen der Stawag in den benachbarten Straßen mit zwölf Sensoren ausgestattet. „Wir haben in der Franzstraße, in der Borngasse, in der Theaterstraße und in der Kapuzinerstraße Sensoren installiert, die die Verkehrsströme messen und die Daten über das LoRaWAN-Netz bündeln. Auf dieser Basis kann die Stadt Aachen ihre Schlüsse ziehen“, erläutert Henric Breuer, Geschäftsführer von dem auf intelligente Verkehrslösungen spezialisierten Unternehmen 4traffic.

Wie LoRaWAN funktioniert

Ein LoRaWAN umfasst drei Komponenten: einen Node (Sensor), ein Gateway und einen Server. Das Gateway fungiert als Schnittstelle zwischen der verbrauchsminimierten LoRa-Funkübertragung und der leistungsstarken Internet-Anbindung zum Server. Die Reichweiten erstrecken sich von zwei Kilometer in Stadtgebieten bis zu 40 Kilometer in ländlichen Gebieten.

In LoRaWAN-Netzen erfolgen alle Datenübertragungen verschlüsselt und sie erreichen auch Standorte, die über Mobilfunk nicht erreichbar sind. In der ersten Ausbaustufe basiert das Aachener LoRaWAN-Netz auf zehn Antennen und erreicht damit laut Stawag bereits eine gute Ausleuchtung des Stadtgebietes. Technischer Dienstleister des Netzwerkes ist das Aachener IT-Unternehmen Regio IT.

20 verschiedene Anwendungsfelder

„LoRaWAN-Netze sind sehr vielfältig und können dazu genutzt werden, Arbeitsabläufe und Prozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen“, erläutert Wilfried Ullrich. Die Sensoren können beispielsweise dazu dienen, Pegelstände zu messen oder den Schließstatus wichtiger Türen und Fenster zu beobachten. „20 verschiedene Anwendungsfelder untersuchen wir derzeit, mit denen wir die Stadt, Industrie- oder Gewerbekunden bei der Optimierung interner Prozesse unterstützen können.“ In der Energiewirtschaft kann LoRaWAN helfen, Verteilnetze und Rohrsysteme zu überwachen. Im Bereich der Fernwärme untersucht die Stawag gerade die Möglichkeiten von Zählerfernauslesung. (sg)
 

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