Der für Hamburg grundzuständige Messstellenbetreiber Stromnetz Hamburg GmbH beginnt mit dem zertifizierten Smart-Meter-Gateway den verpflichtenden Rollout für intelligente Messsysteme. Die Rollout-Pilotphase umfasst bis zu 1000 intelligente Messsysteme, die zunächst in Anlagen der Freien und Hansestadt Hamburg eingebaut werden. Nach technischer und betrieblicher Optimierung der Abläufe steigt Stromnetz Hamburg in die Massenrolloutphase ein.
Ausführliche Tests im Labor
Thomas Volk, Geschäftsführer Stromnetz Hamburg GmbH: „Nachdem wir bereits seit 2016 als erster in der Branche als Gateway-Administrator vom BSI zertifiziert wurden, sind wir auch als grundzuständiger Messstellenbetreiber bereit, zertifizierte Smart-Meter-Gateways betreiben zu können. Bevor unsere Kunden die neuen Geräte erhalten, unterziehen wir sie in unserem Labor ausführlichen Tests. Erst danach kann die Umstellung auf intelligente Messsysteme erfolgen. Mithilfe digitaler Messdaten und automatisierter Prozessabläufe sind wir in der Lage, unserer Verantwortung zur Digitalisierung der Energiewende gerecht zu werden. Dafür ist ein stabiles und sicheres Kommunikationsnetz unabdingbar.“
Etwa 100.000 Kunden fallen in den Pflichteinbau
In Hamburg werden etwa 100.000 Kunden ein intelligentes Messsystem erhalten – Kunden, die einen durchschnittlichen Jahresverbrauch über 6000 kWh haben oder Erzeuger ab 7 kW. Alle anderen, ein Million Kunden, erhalten lediglich einen digitalen Zähler ohne Kommunikationseinheit, – moderne Messeinrichtung –, es sei denn, sie äußern den Wunsch nach einem intelligenten Messsystem.
Die Nutzer können ihre Verbräuche über ein Online-Portal einsehen und werden für ihren eigenen Energieverbrauch sensibilisiert. Die Kunden können zwischen dem grundzuständigen Messstellenbetreiber oder auch dritten Anbietern wählen.
Künftiges Steuern von Ladestationen
Für das Stromnetz soll der Einsatz dieser Geräte zukünftig auch die Steuerung von Ladestationen für E-Fahrzeuge ermöglichen. Dies kann langfristig zur Stabilisierung der Netzinfrastruktur genutzt werden.
Konkret untersucht Stromnetz Hamburg dies im Rahmen des von der Bundesregierung geförderten Projektes „Elbe“. (sg)


