Mitarbeiterin im DSW21-Kundencenter an der Kampstraße mit einem CO2-Sensor.

Mitarbeiterin im DSW21-Kundencenter an der Kampstraße mit einem CO2-Sensor.

Bild: © Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH

Die Dortmunder Stadtwerke (DSW21) und ihre Tochterunternehmen DEW21 und DOGEWO21 nutzen seit kurzem CO2-Sensoren. Der Service stammt von der DOdata GmbH, einer DEW21-Tochter, die als Dienstleister bei der Umsetzung unterstütze. Neben der Datenerhebung und -übertragung biete die DOdata auch Analysemöglichkeiten, um Handlungsmaßnahmen abzuleiten und zu validieren, wie der Kommunalversorger in einer Presseerklärung mitteilt.

Der Einsatz von CO2-Sensoren könne maßgeblich dazu beitragen, das Infektionsrisiko in der Corona-Pandemie zu senken, heißt es. Je mehr ausgeatmetes CO2 in der Luft sei, desto mehr Aerosole seien vorhanden, die wiederum Coronaviren übertragen könnten.

Sicherheit der Kunden erhöhen

Mit dem Einsatz der CO2-Sensoren wollen die Stadtwerke eine gesunde Arbeits- und Begegnungsumgebung schaffen. Dazu soll steigende CO2-Belastung in der Raumluft frühzeitig erkannt und gegengesteuert werden. Darüber hinaus könne durch den Einsatz der CO2-Sensoren das Lüften gesteuert und die Vergeudung von Heizenergie vermieden werden.

Aktuell hätten die drei Unternehmen Sensoren in ihren Kundencentern installiert. Bei DOGEWO21 sei die Zentrale ausgestattet; die Servicebüros in den Stadtteilen seien für den Kundenverkehr noch nicht wieder geöffnet. Zusätzlich habe DSW21 auch CO2-Sensoren in der Leitstelle installiert.

Datenauswertung über Plattform

Mit der Sensorik könne der CO2-Gehalt bzw. die Aerosolbelastung in der Luft gemessen und deren Entwicklung in verschiedenen Raumnutzungsszenarien verstanden werden. Die Sensoren übermittelten Daten über ein sicheres LoRaWAN-Netz an eine IoT-Plattform. Dort könnten Daten aufbereitet, analysiert und als Live-Daten zur Verfügung gestellt werden.

Auf Basis der so geschaffenen Datengrundlage können nicht nur kurzfristige Maßnahmen abgeleitet, sondern auch die Raumbelegung optimal gesteuert werden. Darüber hinaus lässt sich so auch die Wirksamkeit von bereits umgesetzten Maßnahmen wie beispielsweise der Einbau von Luftfilteranlagen validieren, heißt es von der DOdata GmbH.

Benachrichtigung per Push-Nachricht

Bei Bedarf können die Werte nicht nur im Web zur Verfügung gestellt, sondern auch über externe Bildschirme, Ampelsysteme oder Alarmfunktionen dargestellt werden. Mitarbeiter im DEW21-Servicecenter werden per Push-Nachricht informiert, wenn sich der CO2-Gehalt der zuvor definierten Grenze annähert, damit Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

Bisher bewegten sich die Werte fast immer in einem sehr guten und gesundheitlich unbedenklichen Bereich, heißt es. Wenn sie sich in seltenen Fällen dem Grenzwert annäherten, reagierten die Mitarbeiter unverzüglich und steuerten mit entsprechenden Lüftungsmaßnahmen oder durch eine aktive Steuerung des Kundenflusses gegen. (jk)

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