Die Idee der Versorger-Allianz 450 für ein bundesweites und schwarzfallfestes Branchennetz, erhält weiteren Zuspruch und Unterstützung durch Energie- und Wasserversorgungsunternehmen. Aktuell haben sich die Stadtwerke Waiblingen und die Technischen Werke Schussental (TWS) sowie auch die Energieversorgung Oberhausen AG (evo), vertreten durch ihr Tochterunternehmen, die Oberhausener Netzgesellschaft mbh (OB-Netz), in die Unterstützerliste des Vereins eintragen lassen.
Schlüsseltechnologie für die Energiewende
„Wir sind davon überzeugt, dass die 450 MHz-Frequenz eine der Schlüsseltechnologien ist, die die Energiewirtschaft braucht, um die Herausforderungen von Energiewende und Klimawandel zu meistern. Mit einem schwarzfallfesten Branchenfunknetz können wir sicher und zukunftsfähig auch steigende Anforderungen unserer kommunalen Eigner erfüllen“, erklärte dazu Jörn Schneider, Geschäftsführer OB-Netz.
Mit mehr als 180 Unterstützerunternehmen, einer Flächenabdeckung von mehr als einem Drittel der gesamtdeutschen Fläche versorgen die vorwiegend kommunal geprägten Unterstützer der Versorger-Allianz mehr als die Hälfte der bundesdeutschen Bevölkerung mit Energie und/oder Wasser.
Krisensicheres Netz nötig
"Auch die aktuelle Corona-Pandemie zeigt, dass egal, ob es sich um den Lockdown oder aber um Lockerungsentscheidungen handelt, all dies hat Auswirkungen auf die Energie-, Wasserver- und Abwasserentsorgung", sagt dazu Vorstandsvorsitzender Theo Waerder, der auch Geschäftsführer der Stadtwerke Bonn ist. Hier just in time über entsprechende Daten oder Steuerungsmaßnahmen zu verfügen, wäre in hohem Maße unterstützend für politische Entscheider und stärke die Versorgungssicherheit.
"Käme es in einer solchen Krise noch zu relevanten Versorgungsausfällen und wären die Ver- und Entsorger mangels Kommunikations- und Steuerungsmöglichkeit nicht in der Lage früh und zielgerichtet zu reagieren, so wären deutliche und teils nichtreversierbare Schäden sicher zu besorgen", mahnt Waerder.
Modell Versorger-Allianz
Die Versorger-Allianz habe sich derweil im Ausschreibungsverfahren um die 450 MHz-Frequenz aktiv eingebracht und bereite die Bewerbung weiter vor, so Waerder. In Kürze soll zudem die Gründung der Versorger-Allianz 450 GmbH & Co.KG geschehen. Das Unternehmen wird seinen Sitz in Bonn haben. Gesellschafterzusagen namhafter und potenter Branchenunternehmen würden bereits vorliegen. Das Modell eröffnet laut Waerder jedoch jedem Unterstützer eine gesellschaftsrechtliche Beteiligung und damit eine Mitwirkung an den Entscheidungsprozessen und der Ausrichtung des Unternehmens und der Bewirtschaftung der Frequenz.
Dies gelte auch für eine angemessene Umsatzrendite des eingebrachten Kapitals. In Anbetracht sinkender Ergebnisse, sei dies auch eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit die Unternehmensergebnisse in Teilen zu stabilisieren oder auszugleichen. (sg)



