Potsdam erarbeitet aktuell ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (INSEK). Dieses legt die Handlungsschwerpunkte der Stadt fest, wobei auch eine nachhaltige Strategie eine wichtige Rolle spielt.
Um die Bürgerbeteiligung in Zeiten von Corona doch noch sicher zu ermöglichen, wurde kurzer Hand alles in die digitale Welt verlagert: Über die Besprechungssoftware Zoom und die Austauschplattform Miro wurde kommuniziert und gemeinsam diskutiert.
So war der Ablauf
Damit die Beteiligten sich austauschen konnten, wurden am Anfang des dreistündigen Online-Meetings beide Kommunikationsplattformen und deren Funktionsweise erläutert. Dann zeigten Planer der Stadt auf, wo Potenziale in Potsdam vorhanden sind und wie es sich aktuell entwickelt, wie beispielsweise wachsende Stadtteile oder reaktivierbare Bahnstrecken.
Danach teilten sich die Beteiligten in drei Gruppen auf: Mobilität, Freiräume und Quartiere. Nach 20 Minuten Austausch wurde gewechselt. Auch in den Gruppen gab es wiederum kleine Inputs, die die Besonderheiten und Entwicklungen des jeweiligen Oberthemas präzisierten.
Von den Bürgern für die Bürger
Von da an waren die Bürger gefragt: Sie brachten ihre Ideen und Erfahrungen aus ihrem Leben und Wirken in der Stadt ein. In Miro wurde eine detaillierte Karte von Potsdam hochgeladen.
An unterschiedlichen Orten konnten sie Kommentare oder vorgefertigte Icons in Form von Spielplätzen, Bänken, Radschnellwegen und Ähnlichem hinterlassen, um Veränderungen auszudrücken. Man konnte auch für die Ideen der anderen votieren.
Feedback von den Beteiligten
Den Beteiligten selbst gefielen die Möglichkeiten sehr gut, konnten sie doch ihren Ideen freien Lauf lassen. Jedoch hatten einige gerade bei Zoom Verbindungsprobleme, weshalb sie ihre Videofunktion ausgeschalten mussten, um eine stabile Verbindung zu schaffen. Außerdem wurde angemerkt, dass mehr Zeit, dem Diskurs nicht geschadet hätte.
Wie es weiter geht
Derzeit werden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen inklusive der Einführungen für die 2. Beteiligungsphase aufbereitet. Vom 14.9. bis 25.9.2020 können alle Interessierten hier (Freischaltung ab 14.9.) die Ergebnisse einsehen und ebenfalls Anregungen und Hinweise geben sowie Vorschläge äußern.
Damit wird all jenen eine Chance gegeben, die zeitlich verhindert waren. Die Dokumentation der 1. und 2. Beteiligungsphase wird voraussichtlich Ende Oktober zur Verfügung stehen. Die nächste öffentliche Beteiligung ist im Rahmen eines Planungsforums am 16.1.2021 vorgesehen.
Die Online-Beteiligung wurde von der Landeshauptstadt Potsdam zusammen mit Lots* Gesellschaft für verändernde Kommunikation sowie den Projektpartner BPW Stadtplanung angeboten. (gun)



