Rolf Wetzel (EWS) (v.l.n.r.), Jens Buchholz, Manuel Maas (EGT), Niklas Kreifels, Florian Kaiser, Gregor Rohbogner (Oxygen Technologies) freuen sich auf die Zusammenarbeit für eine digitale Direktvermarktung von Bürgerenergie.

Rolf Wetzel (EWS) (v.l.n.r.), Jens Buchholz, Manuel Maas (EGT), Niklas Kreifels, Florian Kaiser, Gregor Rohbogner (Oxygen Technologies) freuen sich auf die Zusammenarbeit für eine digitale Direktvermarktung von Bürgerenergie.

© EWS

Oxygen Technologies ist ein Freiburger Startup für IT-Lösungen. EWS Elektrizitätswerke Schönau und der Energiedienstleister EGT Triberg wollen mit ihren Beteiligungen an dem jungen Unternehmen die Direktvermarktung von Bürgerenergie erleichtern. Im Fokus der Zusammenarbeit stünden Steuerungssoftware und digitale Handelsplattformen, erklärte EWS.

Die Direktvermarktung von Energie wird für viele private Anlagenbetreiber bald Alltag. Schließlich läuft ab 2021 die EEG-Förderung für die ersten Bestandsanlagen aus. Die Folge: Auch Kleinanlagenbesitzer müssen ihren Strom künftig selbst vermarkten oder ihn selbst speichern und verbrauchen. Da rund 42 Prozent der installierten Leistung zur Ökostromerzeugung in Besitz von Privatpersonen oder Landwirten sind, wird der Peer-to-Peer-Handel von Bürgerenergie ein relevanter Finanzierungszweig für Bestandsanlagen. Oxygen Technologies bietet zur Vernetzung von privaten Energieerzeugner, Energiedienstleistern und Endverbrauchern White-Label-Plattformen und Cloud-Konzepte an.

Stabile Netze, flexible Einspeisung je nach Preisniveau

Die Peer-to-Peer-Plattform funktioniert ähnlich wie ein virtuelles Kraftwerk. Durch smarte Kommunikation kann das Netz stabil gehalten werden und Strom flexibel je nach Preisniveau eingespeist werden. Dazu sendet ein Mini-Computer (Energie-Concierge) Informationen über die aktuelle Stromeinspeisung und die Energienachfrage an den Oxygen Cloud Server. Über eine Steuerungssoftware können Energieversorger dann je nach Bedarf Leistung zupeisen oder abregeln.

Bereits jetzt arbeiten EWS, EGT und Oxygen Technologies in einem gemeinsamen Modellprojekt für intelligente Bürgerenergiesysteme in Schönau zusammen. In einem Feldtest werden ökologische Erzeugungsanlagen und umweltfreundliche Batteriespeicher über eine Steuerungshardware geregelt und die so bereitgestellten Strommengen über die digitale Peer-to-Peer Plattform von Oxygen Technologies gehandelt. Das Freiburger Startup gründete sich aus dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme und der Universität Freiburg, Lehrstuhl für Informatik. (ls)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper