Erfolgreiches Digitalisierungsprojekt der Selbsthilfe Bauverein eG und der Stadtwerke Flensburg: Ab kommendem Jahr werden die rund 2.650 Jahresverbrauchsabrechnungen über einen elektronischen Rechnungsversand erstellt. Bisher wurden sie in aufwändiger Handarbeit vom SBV für die Nebenkostenabrechnungen der Liegenschaften bearbeitet und dann gedruckt. Die SBV ist die größte Wohnungsgesellschaft Flensburgs.
Künftig wird eine PDF-Rechnung als Dokumentationsgrundlage zusammen mit einer digitalen Rechnungsdatei an den SBV übermittelt, heißt es in der Pressemitteilung. Für diese Übermittlung wird das "ZUGFerd-Format" genutzt. Automatisiert geht die digitale Rechnung dann ins Abrechnungssystem des SBV als Grundlage für die Nebenkostenabrechnung ein. Beide Unternehmen erzielen dadurch erhebliche Prozessverbesserungen und tragen gleichzeitig zur Ressourcenschonung bei.
Offen gestaltete Schnittstelle
Die digitale Rechnung mit der Produktbezeichnung "prompt>connect SBV“ wurde ohne Beteiligung Dritter entwickelt und umgesetzt. In beiden Firmen setzt die neue Schnittstelle auf Abrechnungssystemen auf, die sowohl in der Wohnungswirtschaft als auch der Energieversorgung standardmäßig eingesetzt werden. Sie ist offen gestaltet, so dass die Stadtwerke diese bundesweit auch anderen Wohnungswirtschaftsunternehmen anbieten können. Auch auf Energieversorger und -verbraucher, die ein hohes Rechnungsaufkommen haben, kann die Schnittstelle zur Rechnungsübermittlung angepasst werden.
Weitere Potenziale für Digitalisierungsprojekte
Maik Render, Chef der Stadtwerke Flensburg, sieht auch künftig in der Zusammenarbeit mit der SBV, weitere Potenziale im Bereich Digitalisierung, "die beide Unternehmen bewegen und bei denen wir zusammenarbeiten können." (hoe)
