Israel gilt im Bereich Digitalisierung und Start-ups als das Vorzeigeland weltweit und viele – auch deutsche Konzerne – schauen sich dort Digitalisierungslösungen in Zusammenarbeit von Wirtschaft, Forschung, Staat und Militär an. Ungewöhnlich dabei: Das High-Tech-Ökosystem ist aus einem staatlich geförderten Inkubatoren-Programm entstanden und entwickelt sich rasant weiter.
Israel gilt als die "Start-up-Nation". Nirgendwo werden so viele Tech-Firmen pro Einwohner gegründet: Auf 1300 Einwohner kommt ein Start-up, über 8000 Start-ups hat das Land in den zurückliegenden Jahren hervorgebracht. Unternehmen wie der Navigator Waze (mittlerweile Google), der Messenger-Dienst Viber und Mobileye, die das autonome Fahren von Autos vorantreiben, wurden in Israel gegründet. Außerdem betreiben Firmen wie Google, Facebook oder auch Volkswagen in Israel Forschungszentren für Innovationen und Verbindungen mit der lokalen Start-up-Szene.
Vertreter deutscher Stadtwerke auf Digitalisierungskonferenz
Rund um Smart-City-Innovationen, Nachhaltigkeit sowie Urban Planning tauschen sich Experten aus der ganzen Welt auf der Digitalisierungskonferenz Muni World in Tel Aviv aus. Veranstalter ist die Federation of Local Authorities. In diesem Jahr nahmen auch einige Vertreter von deutschen Stadtwerken auf Einladung des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) und des israelischen Schwesternverbandes der Kommunalbehörden in Israel (FLAI) an einem Study Trip teil.
Dabei trafen sich die Teilnehmer dieser Delegation – die von VKU-Präsident Michael Ebling geleitet wurde – nicht nur auf der Konferenz mit hochrangigen Vertretern aus Politik und Verwaltung, sondern hatten in den Wirtschaftszentren Tel Aviv, Be`er Sheva und Jerusalem Treffen mit Start-ups aus den Bereichen Smart City und Künstlicher Intelligenz.
"Spannend, wie Israel Lösungen für Kommunen und Bürger entwickelt"
"Es ist spannend zu sehen, wie ein technologiegetriebener Staat wie Israel Lösungen rund um smarte Anwendungen für Kommunen und Bürger entwickelt. Dazu war der Austausch hier vor Ort extrem gut und gibt zahlreiche Anregungen, die wir in die Entwicklung von Smart Cities in Deutschland einfließen lassen können", so zieht Michael Ebling gegenüber der ZfK ein erstes Fazit in Tel Aviv. (cwa)
