62 Prozent der Befragten aus dem Energieumfeld, die heute noch nicht auf KI setzen, wollen dies in Zukunft ändern. Die Mehrheit will den Einsatz auf mittelfristige Sicht realisieren.

62 Prozent der Befragten aus dem Energieumfeld, die heute noch nicht auf KI setzen, wollen dies in Zukunft ändern. Die Mehrheit will den Einsatz auf mittelfristige Sicht realisieren.

Bild: © Sergey Tarasov/AdobeStock

Die Wartung und Instandhaltung von Windenergieanlagen hat bisher eine große Schwachstelle, wenn es um Effizienz geht: Die erhobenen Daten werden in der Regel nicht standardisiert und strukturiert erfasst. Das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik will das nun mit KI ändern.

Seit August dieses Jahres läuft dazu das Forschungsprojekt „Digitalisierung von Instandhaltungsinformationen“, an dem ein Konsortium aus zwölf Partnern aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden beteiligt ist. Ziel der Forscher ist es, die notwendigen Daten für eine effiziente Instandhaltung digital zu erfassen und den Nutzern automatisch zur Verfügung zu stellen.

Branchenstandards RDS-PP und ZEUS

Bislang variiert die Datenqualität sehr stark zwischen einzelnen Unternehmen, Oft kämen individiuelle Lösungen zum Einsatz, die nicht mit anderen Ansätzen kompatibel sind, so das Fraunhofer IEE. Um nun eine geeignete Datengrundlage zu schaffen, soll KI helfen.

So soll eine automatisierte Text-Klassifizierung nach den Branchenstandards RDS-PP und ZEUS entwickelt werden. Auf der Grundlage können sich dann weitere Analysen anschließen. So können dann Ausfallraten für bestimmte Komponenten ermittelt und dazu passende Instandhaltungsstrategien geplant werden. Letztendlich können dadurch die Kosten für die Instandhaltung und damit auch die Stromgestehungskosten der Windenergie gesenkt werden.

BMWi-gefördert

Dabei werden nicht nur neue Daten in die Textklassifikation einbezogen, sondern auch Freitexte und Berichtsdokumente aus vergangenen Tagen, denn je mehr man über die Anlage weiß, umso genauer können ihr künftiger Einsatz und die dazugehörigen Wartungen geplant werden. Das Projekt läuft 2,5 Jahre und wird vom BMWi gefördert. (lm)

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