Wer zurzeit neue Gasangebote sucht, hat wenig Auswahl und muss mit extrem hohen Preisen rechnen.

Wer zurzeit neue Gasangebote sucht, hat wenig Auswahl und muss mit extrem hohen Preisen rechnen.

Bild: © Isabela Drasovean/Unsplash

Wer sich am Freitagnachmittag als Berliner auf dem Vergleichsportal Verivox umsah und neue Gastarife suchte, konnte die Angebote an zwei Händen abzählen.

Der billigste Tarif startete bei 29,80 Cent pro kWh (Vattenfall). Dann ging es hinauf bis 36,20 Cent pro kWh (Brillant, bundesweite Marke der Leipziger Stadtwerke). Dabei sind die neu verkündeten Gasumlagen noch gar nicht mit eingerechnet.

Nur noch sechs Anbieter auf Verivox

Die Auswahl hat sich seit Ende Juli noch einmal verringert. Bei einer damaligen ZfK-Stichprobe boten noch 15 Unternehmen im Raum Berlin für einen Durchschnittshaushalt (16.000 kWh Jahresverbrauch). Die Preise rangierte von 25 bis 30 Cent pro kWh.

Vattenfall, der Mönchengladbacher Regionalversorger NEW, Shell Energy und das Unternehmen Klickenergie, ein Gemeinschaftsunternehmen von NEW und den Stadtwerken Neuss, waren mit jeweils zwei Angeboten gelistet. Dazu gesellten sich Marken der Stadtwerke Duisburg und Leipzig mit je einem Tarif.

Check 24: Stadtenergie auf Platz eins

Nicht gelistet waren etwa Marken des Eon-Konzerns, die Stadtwerke München oder sogenannte Discounteranbieter wie Spar-Fuxx. Ein ähnliches Bild wie in der Bundeshauptstadt ergab sich bei den anderen deutschen Millionenstädten Hamburg, München und Köln.

Wenig Auswahl zeigte am Freitag auch die Plattform Check 24. Der Hauptunterschied hier: In genannten Orten war die Stadtenergie, eine Vertriebstochter des Dortmunder Energieversorgers DEW21, gelistet und belegte zugleich Platz eins. Das Preisangebot für Berlin: 27,39 Cent pro kWh.

Schwerin erhöht auf 25 Cent

Noch sind Grundversorgungstarife deutlich günstiger, auch wenn hier die Preise ebenfalls nach oben klettern. So gaben die Stadtwerke Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) unter der Woche bekannt, für die Kilowattstunde Gas von Oktober an 25,66 Cent pro kWh zu berechnen. Das sind 11,35 Cent mehr als bislang. Die meisten anderen Grundversorger bleiben bislang trotz Erhöhung unter der 20-Cent-Marke.

So verlangen beispielsweise die Stadtwerke Waren, die ebenfalls in Mecklenburg-Vorpommern ansässig sind, ab Oktober im Schnitt zwischen zwölf und 13 Cent pro kWh. Auch hier wurden die neuen Gasumlagen noch nicht berücksichtigt.

EnBW mit Ersatzversorgungstarif

Seit 1. August können Grundversorger ebenfalls für Haushaltskunden separate Ersatzversorgungstarife führen. Von diesem Recht macht seit 15. August auch der Karlsuher Energiekonzern EnBW Gebrauch. Er berechnet für ersatzversorgte Kunden nun 22,33 Cent pro kWh .

Ihren Ersatzversorgungstarif bereits angepasst haben währenddessen die Wuppertaler Stadtwerke. Ein durchschnittlicher Haushalt zahlt seit 15. August nicht mehr 35,40, sondern 33,89 Cent pro kWh. (aba)

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