Preise von mehr als 200 Euro pro MWh Gas im Großhandel haben Schockwellen bis in den Haushaltskundenvertrieb hinein ausgelöst. Am Donnerstagnachmittag listete das Vergleichsportal Verivox für einen Berliner Durchschnittshaushalt (18.000 kWh Jahresverbrauch) nur noch 15 Angebote.
Ganz vorn rangierte Ökogasanbieter Yippie mit einem Arbeitspreis von 24,80 Cent pro kWh – allerdings gilt die Preisgarantie lediglich für einen Monat. Energiekonzern Shell Energy ging sogar auf bis zu 30,52 Cent pro kWh hinauf. Zum Vergleich: Früher waren Arbeitspreise von um die 5 Cent pro kWh üblich. Die Berliner Gasag berechnet für ihren Grundversorgungstarif seit Mai 10,92 Cent pro kWh.
Eon verabschiedet sich von Verivox
Bemerkenswert ist auch, wer in der Liste nicht mehr auftaucht: So haben sich die Marken des bundesweit wohl größten Gasversorgers Eon komplett verabschiedet. Eon bietet auf seiner eigenen Website einen Arbeitspreis von 34 Cent pro kWh.
Weiter gelistet sind dagegen die bundesweiten Vertriebsmarken von NEW, Stadtwerken Duisburg, Leipziger Stadtwerken und Stadtwerken Schwerin.
Vattenfall auf Platz eins
Für dieselben Kundengruppe rief Verivox-Konkurrent Check 24 am Mittwochnachmittag nur noch 14 Angebote auf. Hier landete der schwedische Energieriese Vattenfall ganz vorn – mit 25,80 Cent pro kWh sowie Boni von insgesamt 157 Euro.
Dabei müssen sich nicht nur Neukunden auf teure Preise einstellen. Auch Bestandskunden werden zurzeit bei Laufzeitende mit teils drastischen Aufschlägen konfrontiert.
Verfünffachung des Preises
So wurde der Verbraucherzentrale NRW ein Kundenschreiben von Shell Energy zugesandt, wonach sich der Preis im September auf 24,75 Cent pro kWh verfünffachen würde. Bislang zahlt der Kunde demnach noch 4,88 Cent pro kWh Gas. (aba)



