Solange die alte Gasheizung noch halbwegs funktioniert, plant die Mehrheit der Hausbesitzer keinen Heizungstausch.

Solange die alte Gasheizung noch halbwegs funktioniert, plant die Mehrheit der Hausbesitzer keinen Heizungstausch.

Bild: © lettas/Adobe Stock

Eine funktionierende Heizung ist für viele der wichtigste Grund, den Austausch aufzuschieben. 88 Prozent nennen in einer Umfrage von Vattenfall die noch funktionierende Anlage als Hindernis für einen Neukauf – auch wenn die Betriebskosten einer neuen Heizung günstiger sind. Das zeigt das Gasbarometer 2026 des Energiekonzerns, für welche Vattenfall im Juli online 12.365 ausgewählte Vattenfall-Gaskunden befragte, vor allem aus Ein- und Zweifamilienhäusern.

38 Prozent der Teilnehmenden haben eine mindestens 15 Jahre alte Heizung. Mehr als die Hälfte dieser Gruppe plant derzeit keinen Austausch. Bei rund 35 Prozent ist der Zeitpunkt eines möglichen Wechsels noch offen. Nur etwa 13 Prozent wollen innerhalb der nächsten drei Jahre wechseln oder haben bereits damit begonnen. Selbst bei Anlagen, die mindestens 30 Jahre alt sind, planen laut Erhebung 49 Prozent keinen Wechsel.

Ein Defekt gibt meist den Ausschlag

Der Zustand der Anlage prägt die Entscheidung in beide Richtungen. Für 60 Prozent ist eine defekte oder unzuverlässige Heizung der wichtigste Anlass für einen Wechsel. Hohe Energiekosten nennen 49 Prozent. 38 Prozent wollen unabhängiger von Gas und Öl werden. Fördermöglichkeiten spielen für 34 Prozent eine Rolle, Umwelt- und Klimaschutz für 20 Prozent.

Gleichzeitig schrecken die Kosten eines Austauschs ab. 46 Prozent nennen hohe Anschaffungskosten als Hindernis. Hinzu kommen Unsicherheiten: 32 Prozent verweisen auf politische Vorgaben, 22 Prozent auf die Wahl der passenden Heizung. Zehn Prozent geben fehlendes Wissen über Alternativen an. Hohe Energiekosten sprechen für den Wechsel, die Investitionskosten dagegen.

Wärmepumpe vorn, viele noch unentschlossen

Bei der Frage nach der künftigen Heizlösung nennen 33 Prozent die Wärmepumpe. Eine Gasheizung bleibt für 18 Prozent eine Option, eine Gas-Hybridheizung für 13 Prozent. 31 Prozent wissen noch nicht, welche Technologie sie künftig nutzen wollen. Fernwärme und sonstige Lösungen kommen jeweils auf drei Prozent.

Beim Informationsbedarf stehen die Gaspreise weit vorn. Drei Viertel möchten mehr über ihre Entwicklung erfahren. 48 Prozent interessieren sich für mögliche Einsparungen bei den Gaskosten, 45 Prozent für Heizungsalternativen. 37 Prozent wünschen sich Informationen zu gesetzlichen Vorgaben. Wartung und Smart-Home-Steuerung sind für deutlich weniger Befragte ein Thema. Damit treffen bei vielen Menschen hoher Informationsbedarf und geringer Handlungsdruck aufeinander.

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