Der Pumpen- und Systemhersteller Grundfos hat einen neuen Vertriebsleiter für seine Sparte "Water Utility" in der D-A-CH-Region: Stefan Klinger (53) wechselt, nachdem er seit 2013 den Service von Grundfos in den deutschsprachigen Ländern weiter aufgebaut und professionalisiert hat, in den Verkauf. Das geht aus einer Pressemitteilung der deutschen Grundfos-Landesgesellschaft in Erkrath vom Dienstag hervor.
Demnach sind die Kerngeschäftsfelder von Grundfos als Ausrüster von Wasser- und Klärwerksbetreibern, Wasser- und Abwassernetzbetreibern, Anlagenplanern und anderen Herstellern:
- die Wassergewinnung aus Brunnen,
- das Aufbereiten von Trinkwasser im Wasserwerk einschließlich Desinfektion,
- die Wasserverteilung im Netz sowie
- der Transport und die Aufbereitung von Abwasser in Klärwerken mit Pumpen, Rührwerken und Strömungsbeschleunigern.
Pumpbetrieb ist der größte Kostenblock
Pumpen in der Wasserwirtschaft seien "meist Teil komplexer Anlagen", schreibt Klinger. Da sie irgendwann ausgetauscht werden müssen, sieht er Systemanbieter wie Grundfos im Wettbewerbsvorteil gegenüber reinen Pumpenherstellern. Ein Austausch könne auch vor Ende der technischen Lebensdauer betriebswirtschaftlich Sinn ergeben, insinuiert der Diplom-Kaufmann. Zwischen 25 und 50 Prozent der Betriebskosten eines Wasserwerks entfielen auf das Pumpen. Klinger: "Jede einzelne Pumpstation sollte deshalb hinsichtlich ihrer Betriebskosten untersucht werden."
Der Markt der Wasserwirtschaft wachse aus folgenden Gründen, schreibt der neue Vertriebschef weiter:
- EU-Effizienznormen für Motoren und Pumpenhydraulik
- die vierte Reinigungsstufe, die dem Abwasser anthropogene Stoffe entzieht, und andere neue Wasser-/Abwasser-Behandlungsmethoden
- ein verschärfter Vollzug von Trinkwasser-Qualitätsnormen, wie etwa der Legionellenprüfung in der Trinkwasserverordnungs-Novelle
- der höhere Bedarf an Pumpwerken durch Verstädterung. (geo)
