Von Pauline Faust
In Wiesbaden geht eine Ära zu Ende: Nach 24 Jahren ist Ralf Schodlok, Vorstandsvorsitzender der ESWE Versorgungs AG, in den Ruhestand gegangen. Seine Aufgaben beim Wiesbadener Energiedienstleister übernimmt ab sofort ein Führungs-Duo.
Als Schodlok 2001 nach Wiesbaden kam, wies ESWE eine negative Jahresbilanz und ein Minus von 10 Millionen Euro auf. 2024 betrug das Jahresergebnis rund 83 Millionen Euro.
Ralf Schodlok entwickelte das Stadtwerk alter Prägung zu einem modernen Rundum-Fürsorger in Sachen Energie, heißt es in einer Pressemitteilung, die den Manager würdigt. Unter ihm baute das Unternehmen seinen Kundenservice aus, führte einen bundesweiten Vertrieb ein, bot neue Energiedienstleistungen an und baute Smart-Home-Produkte auf.
Schodlok war außerdem 13 Jahre lang kaufmännischer Vorstand der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW). Seine Expertise war auch auf Verbandsebene gefragt: Er gehörte zum Vorstand des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) und zum Präsidium des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU). Seit 2012 war er Vorsitzender der VKU-Landesgruppe Hessen.
Neues Duo in Wiesbaden
An der ESWE-Spitze agiert nun ein neues Führungs-Duo: Jörg Höhler ist ab sofort Vorstandsvorsitzender, ihm zur Seite steht Oliver Malerius.
Höhler ist Diplom-Ingenieur und kam bereits 1999 zu ESWE. Seit 2009 ist er Vorstandsmitglied der ESWE. Von 2017 bis 2025 war er zudem Vorstandsmitglied der KMW. Bei der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) ist er Präsident und zudem Vorsitzender der hessischen Landesgruppe.
Malerius, promovierte Diplom-Ingenieur, wurde 2015 Geschäftsführer bei der Gas Union in Frankfurt und 2021 Vorstandsvorsitzender der KMW. Bei der ESWE ist er seit März Vorstandsmitglied. Malerius ist zudem Vorsitzender des Landesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft Hessen/Rheinland-Pfalz e.V. (LDEW).
