Die Integration von Elektroautos in die Verteilnetzinfrastruktur macht deren notwendigen Ausbau nicht zwingend teurer. Das ergab eine Studie im Auftrag von Agora Verkehrswende, die am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Dabei könne vor allem die intelligente Steuerung durch den Verteilnetzbetreiber (VNB) die Kosten für den Ausbau senken, so die Autoren der Studie.
Mit vergleichsweise geringem Aufwand könnten die deutschen Verteilnetze in den kommenden Jahrzenten fit für die massenhafte Einführung von Elektroautos gemacht werden, so die Agora Verkehrswende, eine Initiative der Mercator Stiftung und der European Climate Foundation. Würden die VNB durch die richtige Gesetzgebung und adäquate Tarifstrukturen in die Lage versetzt, den Stromverbrauch ihrer Kunden intelligent zu steuern, würde der Netzausbau bis 2050 jährlich rund 1,5 Mrd. Euro kosten. Diese Kosten würden durch die zusätzliche Stromnachfrage der Fahrzeuge sogar gedeckt, so die Ergebnisse der Studie.
Individualverkehr nimmt bis 2050 leicht ab
Dabei wurde ein Szenario betrachtet, dass eine leichte Abnahme des motorisierten Individualverkehrs bis 2050 vorsieht. Sollte der Fahrzeugbestand vollelektrisiert werden, errechneten die Autoren jährliche Netzausbaukosten von 2,1 Mrd. Euro. Die weiteren Studienergebnisse finden Sie hier. (pm)



