Imbissbuden und Schnellrestaurants liefern das Altfett, das zu normgerechtem Diesel-Kraftstoff aufgearbeitet wird.

Imbissbuden und Schnellrestaurants liefern das Altfett, das zu normgerechtem Diesel-Kraftstoff aufgearbeitet wird.

Bild: © Andreas Hermsdorf / Pixelio

An einer EDi-Tankstelle in Neckarsulm können Kunden den neuen Kraftstoff „R33 Blue Diesel“ tanken. Er besteht zu einem Drittel aus Biokomponenten und zu zwei Dritteln aus Diesel. Selbstverständlich erfüllt er die Dieselnorm (DIN EN 590) und ist dementsprechend für alle Dieselfahrzeuge zugelassen. Im Vergleich zum herkömmlichen Diesel können mit R33 Blue Diesel mindestens 20 Prozent CO2 eingespart werden, berichtet das Mineralöl-Unternehmen Shell.

Imbisse liefern das Altfett
 
Der Kraftstoff wurde von Volkswagen und der Hochschule Coburg sowie weiteren Projektpartnern entwickelt. Die Biokomponenten bestehen aus Rest- und Abfallstoffen und werden beispielsweise aus gebrauchtem Speisefett gewonnen. Statt das Fett in den Müll zu werfen, wird es bei Schnellrestaurants und Imbissen eingesammelt, gefiltert, gereinigt und verarbeitet. Diese Komponenten werden dann von Shell mit hochwertig additiviertem Diesel vermischt und an die Kunden geliefert.
 
„Wir haben R33 Blue Diesel in unser Kraftstoff-Portfolio aufgenommen, um unseren Kunden dabei zu helfen, ihren CO2-Fußabdruck zu verkleinern“, sagt Roland Weissert von der EDi Energie-Direkt Hohenlohe GmbH.
 
Ausführliche Flottentests





Die Volkswagen AG, die Robert Bosch GmbH und die Brenntag AG nutzen R33 Blue Diesel seit längerem in ihren Fuhrparks, berichtet Shell. Seit 2018 haben diese drei Konzerne zusammen über acht Millionen  Liter verbraucht. „Wir sind von dem innovativen Kraftstoff restlos überzeugt und freuen uns, dass dieser jetzt auch an öffentlichen Tankstellen angeboten wird“, sagt Thomas Garbe aus der Technischen Entwicklung von Volkswagen.
 
Auch bei der Deutschen Bahn kommt der Kraftstoff in einem Zug zum Einsatz. Die Tests sollen bis zum zweiten Quartal abgeschlossen sein. Auf Basis der Ergebnisse werde dann der Rollout für den Regelbetrieb geprüft, teilte eine Sprecherin mit. (wa)

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