Bild: © BMW

Autohersteller BMW investiert in den kommenden Jahren in eine neue Fahrzeugmontage für das Stammwerk München. Die Montage und ihre Fertigungsprozesse werden für die neue Cluster-Architektur ausgelegt, einer Art Baukasten-System. das alle Antriebsarten ermöglicht, in München aber auf elektrische Antriebe ausgerichtet ist. Dafür müssen Diesel- und Benzinmotoren weichen. Die europäische Fertigung für Verbrennungsmotoren werde künftig an den Standorten Steyr in Österreich und Hams Hall in Großbritannien konzentriert.

Fortsetzung der Elektrifizierungsstrategie

„Wir setzen unsere Elektrifizierungsstrategie konsequent um. Bis Ende 2022 wird jedes unserer deutschen Werke mindestens ein vollelektrisches Fahrzeug produzieren“, sagt Milan Nedeljković, Mitglied des Vorstands der BMW AG für Produktion.

Schon in den vergangenen Jahren hatte BMW den Münchner Standort gestärkt. Nach der Erweiterung des Karosseriebaus und dem Neubau einer Lackiererei in den Jahren 2016 bis 2018 investiert das Unternehmen bis 2026 rund 400 Millionen Euro in die neue Fahrzeugmontage. „Wir entwickeln das Werk München kontinuierlich weiter in Richtung Elektromobilität und schaffen dafür effiziente und wettbewerbsfähige Produktionsstrukturen“, erklärt Nedeljković.
 
Manfred Schoch, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und Vorsitzender des Euro- und Gesamtbetriebsrats der BMW AG, lobt den Schritt: „Mit der Entscheidung, im fast 100 Jahre alten Werk München eine neue Montage zu bauen, zeigen wir, dass Transformation, wenn man sie strategisch und mutig angeht, Industriearbeitsplätze auch inmitten einer Großstadt sichern und ausbauen kann. Diese Entscheidung ist ein Vorbild für eine gelungen gestaltete Transformation in der deutschen Industrie.“

Mitarbeiter können in Bayern bleiben

Die neue Münchner Montage entsteht auf der Fläche des heutigen Motorenbaus. Die dort gefertigten Verbrennungsmotoren mit vier, sechs, acht und zwölf Zylindern werden zukünftig an den Standorten im österreichischen Steyr und im britischen Hams Hall produziert. Die von der Verlagerung betroffenen Mitarbeiter sollen künftig in anderen Bereichen am Standort München oder an weiteren bayerischen Standorten tätig sein. (wa)

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