Bild: © DLR

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) will neuen Wind in die urbane Mobilität und Logistik von morgen bringen. Ein Forschungskonsortium unter Leitung des DLR hat jetzt den ersten fahrfähigen Prototypen seines Fahrzeugkonzepts „U-Shift“ in Stuttgart vorgestellt.

Teurer Antrieb, günstiger Aufbau

Kern des Ansatzes ist die Trennung von Fahrzeug und den kapselförmigen Aufbauten für den Personen oder Gütertransport – etwa als On-demand-Shuttle, Hightech-Rufbus, als flexibles Verteilzentrum für Güter und Pakete oder als mobiles Verkaufsgeschäft. Die U-förmige Antriebseinheit beinhaltet alle technischen Komponenten und Systeme, um autonom, elektrisch und leise unterwegs zu sein. Für maximale Wirtschaftlichkeit ist das Driveboard möglichst rund um die Uhr in Betrieb. Die wesentlich günstiger zu fertigenden Kapseln lassen sich für eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten auslegen.

Der U-Shift-Prototyp hat die Maße eines größeren Transporters. Das „Driveboard“, also die Antriebseinheit, fährt derzeit ferngesteuert und soll in Zukunft komplett autonom unterwegs sein. Die Personenkapsel ist mit sieben Sitzplätzen und einem Klappsitz ausgestattet. Für einen barrierefreien Einstieg sorgt eine große Tür mit integrierter Rampe. Die Cargokapsel bietet Platz für vier Europapaletten oder acht Gitterrollwagen.

Für das Jahr 2024 ist die ein zweiter, voll automatisiert und rund 60 Stundenkilometer schnell fahrender Prototyp geplant. Mit ihm will das U-Shift-Team innovative Geschäftsfelder für Unternehmen im Kontext neuer Mobilitätsserviceangebote untersuchen und bestehende Geschäftsfelder neu ausrichten, zum Beispiel in Pilotversuchen mit Firmen der Logistikbranche. (wa)

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