Bild: © Wuppertaler Stadtwerke

Die Region „DüsselRheinWupper“ rund um Duisburg, Düsseldorf, den Rhein-Kreis Neuss und Wuppertal ist die erste „Modellregion Wasserstoffmobilität NRW“, wie das Wirtschaftsministerium des Bundeslandes bekanntgab. Die Region kann nun in die Umsetzung ihrer Pläne gehen. Dabei wird sie von den Mitarbeitern des Ministeriums unterstützt. Die Landesregierung werde auch dem Kreis Steinfurt und der Initiative H2Rheinland helfen, Bundesmittel einzuwerben. Beide konnten sich im Wettbewerb nicht durchsetzen. Deren Pläne seien aber ebenfalls gut durchdacht und innovativ, so Wirtschafts- und Energieminister Andreas Pinkwart.

Der FDP-Politiker erläuterte, dass DüsselRheinWupper zeigen werde, wie sich Wasserstoff nicht nur regional nutzen, sondern auch erzeugen und verteilen lässt. Wasserstoff sei essenziell zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und für das Gelingen der Energiewende, so der Minister weiter.

Wasserstoff für die Verkehrswende

DüsselRheinWupper will Wasserstoff zunächst durch den biogenen Anteil von Müllheizkraftwerken, später auch durch erneuerbare Energien vor Ort erzeugen. Genutzt werden soll dieser grüne Wasserstoff dann vor allem von Nutzfahrzeugen sowie von kommunalen Fahrzeugen und Unternehmensflotten. Binnen zehn Jahren sollen laut dem von der Region eingereichten Konzept bereits 140 Brennstoffzellen-Busse und 200 Brennstoffzellen-Lkw sowie mehrere Sonderfahrzeuge mit Wasserstoff unterwegs sein. Darüber hinaus will die Gewinnerregion den Wasserstoff als Speicher für regenerativ erzeugten Strom nutzen, wenn die Stromnachfrage vor Ort gering ist.

In Wuppertal war die Freude groß – basiert das Siegerkonzept der Modellregion doch auf dem von WSW und AWG entwickelten Wuppertaler Modell, wie Oberbürgermeister Andreas Mucke mitteilte.

Hilkenbach: Auch die Anwohner profitieren

WSW-Chef Markus Hilkenbach sieht in der Auszeichnung Rückenwind für die notwendige Verkehrswende. "Nachhaltigkeit richtig umgesetzt muss einen Mehrwert für unsere Kunden darstellen, aber auch für die Stadtgesellschaft insgesamt", so Hilkenbach. "Unsere Wasserstoffbusse fahren nicht nur ohne CO2-Ausstoss, durch den elektrischen Antrieb verursachen sie auch kaum Lärm, ein wichtiger Faktor für Anwohner."

DüsselRheinWupper, aber auch der Kreis Steinfurt und H2Rheinland (Köln mit Brühl, Hürth und Wesseling, dem Rheinisch-Bergischen-Kreis und dem Rhein-Sieg-Kreis) erhalten eine Landesförderung von jeweils 350.000 Euro. (amo)

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