Die Elektrobusoffensive der Üstra Hannoverschen Vekehrsbetriebe: Die ersten E-Busse sind nun auf den Innenstadtlinien unterwegs.

Die Elektrobusoffensive der Üstra Hannoverschen Vekehrsbetriebe: Die ersten E-Busse sind nun auf den Innenstadtlinien unterwegs.

Bild: © Üstra/Florian Arp

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) begrüßt die mit der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) einhergehende 80 prozentige Entlastung bei der EEG-Umlage für E-Linienbusse.

"Beim Klimaschutz ist der Verkehrssektor unverändert das Sorgenkind. Mit Blick auf die gleichzeitig richtigen wie hohen Zielvorgaben der Bundesregierung bei der Vermeidung von klimaschädlichen Emissionen ist es wichtig, den klimafreundlichen öffentlichen Nahverkehr von unsachgerechten Belastungen zu befreien.", teilte VDV-Präsident Ingo Wortmann in einer Presseerklärung mit.

E-Linienbusse in die besondere EEG-Ausgleichsregelung aufgenommen

"Die beschlossene Absenkung der EEG-Umlage für E-Busse schafft ein Stück weit Spielräume, die wir unmittelbar in die Attraktivität des Angebotes investieren werden", so Wortmann. Der VDV hatte die Absenkung als Branchenverband langjährig gefordert.

Der Bundestag hat am Donnerstag und der Bundesrat am Freitag abschließend für die Aufnahme von E‑Linienbussen in die besondere EEG-Ausgleichsregelung gestimmt, die auch für Schienenbahnen gilt. "Das ist konsequent und richtig. Eine Begrenzung auf 20 Prozent der EEG-Umlage hilft den Unternehmen, den Kostenanstieg beim Busverkehr durch Umstieg auf alternative Antriebe weiter zu reduzieren, und belohnt Investitionen in moderne, klimafreundliche Antriebstechnik", erklärte Wortmann.

Auch kleine und mittlere Verkehrsunternehmen profitieren

Da eine weitere Voraussetzung ein Stromverbrauch von mehr als 100 MWh jährlich ist, helfe das auch den kleinen und mittleren Unternehmen vor Ort, das Nahverkehrs-Angebot zu verbessern, so Wortmann. Bereits bei ungefähr zwei bis drei ganzjährig im Linienbetrieb eingesetzten Elektrobussen in der Flotte werde der Schwellenwert von 100 Megawattstunden erreicht.

Dies sei auch ein Ansporn für die investierenden Unternehmen, um die erheblichen Zusatz- und Folgekosten, die durch die Maßnahmen für die Verkehrswende anfallen, ein wenig zu mindern, so der VDV-Präsident. Die Novellierung tritt am 1. Januar 2021 in Kraft. Die EEG-Umlage zur Finanzierung des Ausbaus Erneuerbarer Energien mache bisher mehr als ein Drittel bei den Stromkosten eines Elektrobusses aus. 

E-Busse immer mehr im Kommen - 1.400 Förderanträge gestellt

Laut Eike Arnold, stellvertretendem Pressesprecher des VDV, sind E-Linienbusse zunehmend im Kommen. "Die Welle rollt", sagte er gegenüber der ZfK. Nach Angaben des VDV sind auf deutschen Straßen derzeit rund 500 batterieelektrische Busse, rund 1.500 Hybride und etwa 50 Brennstoffzellen-Busse, die auf Wasserstoff zurückgreifen, unterwegs.

Für weitere 1.400 E-Busse haben die Verkehrsunternehmen bereits Förderanträge gestellt, die teilweise schon bewilligt sind. Ab August 2021 dürfen laut der Clean Vehicles Directive der EU nur noch 55 Prozent der Neubeschaffungen Dieselbusse sein. Der Rest muss gemäß Richtlinie "sauber" sein, also alternative Energie- und Antriebskonzepte beinhalten und zur Hälfte sogar vollständig emissionsfrei sein. (hcn)

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