Besiegeln die Übergabe der CNG-Tankstellen (v.l.): Wijtze Bakker, Geschäftsführer Orange Gas Germany; Marcel Borger, CEO (und Gründer) OrangeGas, Corinna Kleimann, Geschäftsführerin Enercity Contracting, sowie Manfred Schüle, Geschäftsführer Enercity Contracting

Besiegeln die Übergabe der CNG-Tankstellen (v.l.): Wijtze Bakker, Geschäftsführer Orange Gas Germany; Marcel Borger, CEO (und Gründer) OrangeGas, Corinna Kleimann, Geschäftsführerin Enercity Contracting, sowie Manfred Schüle, Geschäftsführer Enercity Contracting

© Enercity

Strom kommt, Gas muss weichen: Enercity will sich künftig noch mehr auf den Ausbau der Elektromobilität in Hannover konzentrieren und gibt dafür alle seine Erdgas-Tankstellen an Orange Gas aus den Niederlanden ab.

Orange Gas Germany, als deutsche Tochter des gleichnamigen holländischen Kraftstoffunternehmens, soll künftig die sechs CNG-Standorte der Hannoveraner betreiben. Orange Gas ist mit 80 Erdgas-Tankstellen Marktführer in den Niederlanden und expandierte bereits vergangenes Jahr nach Deutschland. 41 Standorte sind bundesweit in "oranger" Hand.

150 CNG-Tankstellen vom Nachbarn

Während die Holländer nun auch hierzulande CNG-Marktführer werden wollen, forciert Enercity das Geschäft mit den Stromern. Für eine ähnliche Ausrichtung haben sich vor wenigen Wochen die Stadtwerke Kiel entschlossen – auch sie sagten „Tschüss“ zum Gas. Aktuell betreibt Enercity Contracting über 40 Ladepunkte in der Region. Bis 2020 soll das Netz auf 600 Lademöglichkeiten anwachsen. Ein ambitioniertes Ziel, zu dem die Erdgassparte nicht mehr so recht passt.

Darüber hinaus hätte sich ein Weiterbetrieb der Tankstellen aufgrund mangelnder Skaleneffekte wirtschaftlich nicht gelohnt, erklärt Enercity Contracting. Für Orange Gas sollen die sechs übernommenen Stationen nur der Anfang sein. In den kommenden drei Jahren will das Unternehmen sein Netz auf 150 Tankstellen erweitern. In Anbetracht von 900 CNG-Standorte in ganz Deutschland wäre das ein beträchtlicher Marktanteil. (ls)

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