Die Förderung von Elektroautos durch Umweltbonus oder diverse Programme der Länder lockt offenbar auch manche schwarzen Schafe an, die mit zweifelhaften Geschäften ihren Geldbeutel füllen. Das geht aus der Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Anton Hofreiter (Bündnis 90/Grüne) hervor. Hofreiter wollte wissen, warum die jüngst geänderten Regeln beim Umweltbonus verbieten, die Förderung mit anderen Programmen zu kumulieren.
Neuwagen als Gebrauchte verkauft
In ihrer Antwort berichtet Staatssekretärin Claudia Dörr-Voß von Marktverzerrungen. Einige Händler haben demnach die Förderung für Neufahrzeuge beantragt und diese Fahrzeuge dann als Gebrauchtwagen verkauft. Dafür konnten sie höhere Preise verlangen als für Neufahrzeuge mit Förderung, weil die Lieferzeiten für Elektroautos derzeit lang sind.
Solche Verzerrungen habe es auch bei Leasingfahrzeugen gegeben. Durch die Verzahnung von Bundes- und Landesförderung seien die über die Vertragslaufzeit geleisteten Leasingraten sowie Sonderzahlungen oftmals geringer gewesen als die in Aussicht gestellten Fördermittel.
Durch die nun erhöhte Förderung – so fürchtet das Ministerium – würde sich dieser Umstand weiter verschärfen. Daher sei es aus Sicht der Bundesregierung unumgänglich gewesen, zu verbieten, dass ein durch den Umweltbonus gefördertes Kauf eines Fahrzeugs nicht mit weiteren öffentlichen Mitteln unterstützt werden darf. (wa)


