Bei Flächen für Ladeinfrastruktur bevorzugen Kommunen zu oft ihre eigenen Stadtwerke, lautet der Vorwurf des Bundeskartellamts.

Bei Flächen für Ladeinfrastruktur bevorzugen Kommunen zu oft ihre eigenen Stadtwerke, lautet der Vorwurf des Bundeskartellamts.

Bild: © fottoo/AdobeStock

Die Leasingbranche boomt. Darauf weist der alternative europäischje Verkehrsverband Transport & Environment (T&E) hin. Angesichts der hohen Gewinne hätten Leasingunternehmen die finanzielle Kraft, den Übergang zu Elektroautos zu beschleunigen. Doch davon ist nach Ansicht des Verbands wenig zu spüren.

Die Gewinne der führenden europäischen Leasingunternehmen seien in den letzten fünf Jahren um fast 60 Prozent gestiegen, so T&E. Im Laufe einer Standard-Leasinglaufzeit erzielten Leasingunternehmen mittlerweile einen Gewinn von fast 2000 Euro pro Auto.

Keiner habe einen Ausstiegstermin

Angesichts dieser hohen Gewinne hätten Leasingunternehmen die finanzielle Kraft, den Kurs zu ändern und den Übergang zu Elektroautos zu beschleunigen. Doch die Untersuchungen von T&E zeigten, dass der Leasingsektor im EU-Markt bei der Elektrifizierung nicht führend ist. Keines der großen Leasingunternehmen habe einen Ausstiegstermin für umweltschädliche Autos festgelegt.
 
Stef Cornelis, Leiter des Elektroflottenprogramms bei T&E, erklärt: „Leasingunternehmen verzeichnen Gewinne in Milliardenhöhe, treiben den Übergang zur Elektromobilität jedoch nicht voran. Dieses Missverhältnis zwischen der Profitabilität der großen Leasinggesellschaften und ihren Fortschritten bei der Elektromobilität wird geradezu heikel. Ihre starke finanzielle Leistung würde es ihnen problemlos ermöglichen, in mehr Elektrofahrzeuge zu investieren – doch es scheint, dass sie mehr auf Gewinne und Bargeld bedacht sind.“ (wa)

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