Ein neues Leichtbau-Batteriepack haben Wissenschaftler des Fraunhofer Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit (LBF) entwickelt. Es verwendet ausschließlich Faser-Kunststoff-Verbunde (FKV). Dies reduziert das Gewicht gegenüber Aluminiumgehäusen um 40 Prozent: Dadurch verringert sich die Masse des E-Fahrzeugs.
Durch die spezielle Anfertigung würden sowohl die Reichweite als auch die Dynamik erhöht. Darüber hinaus lasse es sich innerhalb von zwei Minuten "sehr günstig produzieren", teilt das Institut mit.
So ist es aufgebaut
Die schnelle Produktion ist auf das dahinterliegende Verfahren zurückzuführen: Das Leichtbau-Batteriepackgehäuse besteht aus Endlosfaser verstärkten Thermoplasten, die in einem Sandwichaufbau hergestellt werden. Das Verfahren kombiniert den Schaumspritzguss mit thermoplastischen FKV; innerhalb von rund zwei Minuten ohne Nachbearbeitung entstehe das neue Batteriegehäuse. Außerdem reduziert das Verfahren die Materialkosten, weil weniger benötigt würde, heißt es in der Mitteilung weiter.
Darüber hinaus lassen sich Funktionen, wie die thermische Isolationsfähigkeit des hergestellten Batteriegehäuses, im gleichen Prozessschritt integrieren. Dies sei mit klassischen metallischen Konstruktionsmaterialien und Fertigungsverfahren nicht möglich. Durch die Wahl geeigneter Flammschutzmittel und Strukturen sei ein "hoher Widerstand gegenüber offenen Flammen sowie thermischen Energieeinträgen erzielbar", äußert sich die Wissenschaftseinrichtung. (gun)



