E-autos: immer noch fast anderthalb mal so teuer wie vergleichbare Benzin-Modelle, und das bei deutlich geringerer Reichweite.

E-autos: immer noch fast anderthalb mal so teuer wie vergleichbare Benzin-Modelle, und das bei deutlich geringerer Reichweite.

Bild: © fotohansel/AdobeStock

Bis 2022 dürfte sich die weltweite Nachfrage nach Einschätzung der Europäischen Kommission nach Lithium-Ionen-Batterin bis 2022 auf 400 GWh pro Jahr und bis 2040 auf 4000 GWh jährlich steigern. Dies erklärte die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu den Bemühungen im Bereich "Batterietechnologien". Weiteres Potenzial sehe man für Batteriespeicher neben Automobilbranche, Medizintechnik und Erneuerbaren Energien bei der Nutzung in Haushalten und der Industrie für einen verstärkten Eigenverbrauch sowie der Erbringung von Systemdienstleistungen wie Regelenergie oder Redispatch für das Stromsystem. Der weitere Ausbau werde insbesondere durch die Kosten der Batteriespeicher und den regulatorischen Rahmen bestimmt werden.

Wende man den Lernkurvenansatz auf die gegenwärtige Entwicklung ovn Batteriekosten und -nachfrage an, so sei zu erwarten, dass die Kosten von Transaktionsbatterien von heute etwa 200 Euro pro Kilowattstunde zwischen 2025 und 2030 auf 100 Euro pro Kilowattstunde sinken werden, heißt es in der Antwort weiter.

Reichweiten von 1000 Kilometer technisch möglich

Auch Reichweiten von 1000 Kilometer seien aus rein technischer Sicht schon heute möglich – bei einer entsprechend großen Traktionsbatterie. Allerdings würde die Erhöhung der Reichweite auch dementsprechend die Anschaffungskosten, die derzeit etwa 4000 Euro pro 100 Kilometer betragen, steigern. Es sei daher davon auszugehen, dass die Fahrzeughersteller ihr Produktportfolio entsprechend gestalten. Um E-Fahrzeuge kostengünstiger für den Langstreckenbetrieb zu ertüchtigen bedürfe es aber neuer Batteriekonzepte, die aktuell Gegenstand der Forschung seien. (sg)

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