Wird im Juni BDEW-Präsidentin: Entega-Chefin Marie-Luise Wolff.

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Bild: © Entega

Bei der Einführung des Systems wird den Stadtwerken ein Partner zur Seite stehen. "Das Unternehmen betreibt bereits in mehreren Städten Sharing Systeme im Bereich der Elektromobilität und wird auch für Goch die Roller und das Abrechnungssystem liefern", so Carlo Marks, Geschäftsführer der Stadtwerke Goch.

Die 15 E-Roller, die in einem modernen Retrolook daherkommen und die beiden E-Autos werden über die Goch'n'Roll-App, bei der sich der Bürger zu Beginn einmalig registrieren und verifizieren muss, zu mieten sein. "Die E-Roller werden in einem Floating System nutzbar sein. Das bedeutet, dass sie in einem bestimmten Gebiet in der Stadt gemietet und auch wieder abgestellt werden können", erklärt Marks.

Fahren mit Power

Die Roller haben eine Laufleistung von mindestens 100 Kilometern. Besorgungen in der Stadt oder Ausflugsplanungen sind mit ihnen möglich. Denn auch außerhalb von Goch dürfen diese genutzt werden. Die Anmietung kann aber erst beendet werden, wenn der Roller wieder in seinem registrierten Bereich abgestellt wird. Wo ein nutzbarer E-Roller steht, ist dabei über die App einsehbar. Die Roller sind jedoch in belebten und beliebten Gebieten wie die Innenstadt, das Jugendzentrum oder das Krankenhaus zu finden.

Stärkung des Einzelhandels & Bürgerauto

Ulrich Knickrehm, Bürgermeister der Stadt Goch, erläutert die Idee hinter dem System: "Mit dem Konzept möchten wir die Mobilität der Gocher unterstützen. Unter anderem soll der Weg in die Gocher Innenstadt erleichtert werden und so auch die Entscheidung vieler Bürger, ob ich in meiner Stadt einkaufe oder ich mich im Internet bediene. Natürlich spielt die Stärkung des Einzelhandels vor Ort auch eine sehr große Rolle bei unseren Überlegungen."

Die Einführung der beiden E-Autos ist hingegen der erste Schritt. Im zweiten Schritt sollen diese auch als "Dorfauto" genutzt werden können. "Es haben bereits Gespräche mit interessierten Gruppen stattgefunden", berichtet Marks. Es sei durchaus vorstellbar Zeiten für die Autos einzuführen, in denen keine reguläre Anmietung stattfinde und in denen diese dann von Bürgergruppen genutzt werden. Damit könnten beispielsweise Senioren zu Einkäufen oder Ärzten gefahren werden.

Weitere Projekte zur Stärkung der E-Mobilität

Im vergangenen Jahr haben die Stadtwerke Goch zudem mit dem Ausbau des Netzes an Stromladesäulen begonnen. Waren es im Februar 2019 zehn Stromladesäulen, die aufgestellt wurden, stehen diese mittlerweile an 20 Standorte mit mindestens jeweils zwei bis vier Ladepunkten.

"Ein gut funktionierendes und flächendeckendes Netz ist für den Kunden, der sich für umweltschonendes Fahren entscheidet, eine Grundvoraussetzung. Auch wir möchten unseren Beitrag dazu leisten", so Marks. Neben weiterer Stromladesäulen sollen auch Schnellladesäulen aufgestellt werden. Zum Aufladen der Autos handele es sich um Ökostrom, der aus dem Biomasseheizkraftwerk oder den 30 eigenen Photovoltaikanlagen gewonnen werde. (ab)

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