Das EHI informiert den Einzelhandel zu Zukunftsthemen wie Elektromobilität.

Das EHI informiert den Einzelhandel zu Zukunftsthemen wie Elektromobilität.

Bild: © Jesstudio/stock.adobe.com

Der Tankrabatt ist abgeschafft, die Preise an den Zapfsäulen sind wieder gestiegen. Aber wie groß ist der Einfluss der Benzinpreise auf Überlegungen, ein Elektroauto anzuschaffen? Mit dieser Frage haben sich Martin Gehring und Thomas Haller von der Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners befasst.

Eine Erkenntnis der Studie lautet: Kunden haben die Preisentwicklung in den letzten Monaten teils stark überschätzt. Denn auch unabhängig vom Tankrabatt kommt es zu starken Preisschwankungen im Tagesverlauf. Kunden neigen aber dazu, vor allem besonders hohe oder niedrige Preispunkte im Gedächtnis zu behalten. Nur etwa 25 Prozent der Befragten in Deutschland seien über die jüngsten Benzinpreisänderungen genau informiert, heißt es in der Untersuchung.

Sorge um Preise auf dem Strommarkt

Die Ergebnisse der Studie zeigen für Deutschland: Je höher die erwartete Benzinpreisänderung, desto höher ist das Interesse am Erwerb eines Elektrofahrzeugs. Doch es gebe Einschränkungen, denn auch die Preise am Strommarkt spielen eine wichtige Rolle. Insbesondere Kunden, die generell offen gegenüber Elektromobilität sind, beobachten die aktuellen Preisentwicklungen am Strommarkt mit wachsender Sorge.

Gleichzeitig lasse sich nicht ignorieren, dass die Entscheidung einzelner Kundensegmente auch von anderen Faktoren beeinflusst wird. So geben etwa 30 Prozent der deutschen Befragten an, Elektromobilität auch weiterhin wegen eingeschränkter Reichweite und fehlender Ladeinfrastruktur abzulehnen.

30 Prozent bleiben skeptisch

Auch wenn man diese Segmente auch mittelfristig nur schwer vom Schritt zur Elektromobilität überzeugen können, haben Hersteller und Infrastrukturanbieter dennoch Chancen, heißt es in der Studie: Produkte verbessern, besonders im Hinblick auf Preis und Reichweite, und damit die Attraktivität von Elektrofahrzeugen steigern.

Für die Studie wurden im Sommer 1409 Konsumenten aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Schweden und den Vereinigten Staaten befragt. (wa)

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