Wasserstoffautos sind auf deutschen Straßen selten anzutreffen.

Wasserstoffautos sind auf deutschen Straßen selten anzutreffen.

Bild: © Fotomek/Adobe Stock

Sie werden mit Hilfe von „Grünstrom“ und Power-to-X-Technologie erzeugt und sollen künftig fossile Roh-, Brenn- und Kraftstoffe ersetzen. Dadurch haben die sogenannten Powerfuels das Potenzial weltweit 140 Gigatonnen an CO2-Äquivalent einzusparen. Das legen die Ergebnisse der Studie „Powerfuels in a Renewable Energy World“ der Deutschen Energieagentur (dena) und der LUT Univerisity aus Finnland nahe.

Damit sich die Hochrechnungen, die sich für Europa auf insgesamt 18,5 Gigatonnen belaufen, auch tatsächlich bewahrheiten, braucht es nun stetige Investitionen und verbindliche Abnahmeverträge, wie Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der dena und Sprecher der Global Alliance Powerfuels erklärt: Der Markthochlauf hänge vor allem davon ab, wie die Abnahme von Powerfuels-Produkten gesichert wird, um die Substitution von emissionsreichen gasförmigen und flüssigen Energieträgern zu ermöglichen.

Kostendegression von 30 Prozent erwartet

„Langfristige Abnahmeverträge, vergleichbar mit Power Purchase Agreements (kurz PPA), sind hier ein guter Ansatz Erst dann können Powerfuels ihre Vorteile voll ausspielen. Sie machen erneuerbare Energien weltweit handelbar und tragen zur Dekarbonisierung vieler Anwendungen und Bereiche bei, die auf absehbare Zeit nicht wirtschaftlich mit erneuerbarem Strom betrieben werden können“, so Kuhlmann.

Mit steigender und gesicherter Nachfrage könnten auch die Kosten für die neuen Kraftstoffe bis zu 30 Prozent sinken, so die Studienautoren. Hierfür braucht es allerdings zunächst stetige Investitionen in die Weiterentwicklung von Direct-Air-Capture-Verfahren. Hierbei wird CO2 aus der Luft gefiltert, um als Rohstoff zur Herstellung von Powerfuels genutzt zu werden. (lm)

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