Bei einer Überladung von Lithium-Ionen-Batterien auf rund 140 Prozent treten Gase aus, bei über 200 Prozent kommt es zum Zellbrand.

Bei einer Überladung von Lithium-Ionen-Batterien auf rund 140 Prozent treten Gase aus, bei über 200 Prozent kommt es zum Zellbrand.

Bild: © Sarah Hahn/Universität Magdeburg

Ein Wissenschaftlerteam der Universität Magdeburg will die sichere Nutzung ausgesonderter Batterien von Elektroautos untersuchen. So soll ein zweiter Lebenszyklus als Energiespeicher in Wind- und Solarparks oder Gebäuden mit Photovoltaik-Anlagen ermöglicht werden, wie die Hochschule am Mittwoch mitteilte.

Weil der Umgang mit den Lithium-Ionen-Batterien auch Gefahren berge, werden Havarien künstlich herbeigeführt und erforscht. Bislang seien beispielsweise Brände oder Explosionen in Zusammenhang mit den Batterien für Feuerwehren noch selten.

Nutzung als stationäre Speicher

«Diese Lithium-Ionen-Speicher sind aus Sicht der Nachhaltigkeit in ihrer zweiten Nutzung als stationärer Speicher für die Energiewende äußerst relevant», sagte Projektleiter Ulrich Krause. Deswegen will das Team ihr Verhalten auf einem Testgelände untersuchen.

«Oberstes Ziel unserer Forschung ist es, künftig solche Energiespeicher sicher und zuverlässig betreiben zu können.» Das Projekt wird den Angaben zufolge mit knapp 1,2 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. (dpa/hoe)

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