Welchen Anteil des Marktpotenzials können sich EVU jedoch erschließen? Um diese Frage zu beantworten, gilt es die unterschiedlichen Geschäftsmodelle entlang der Wertschöpfungskette für Ladelösungen zu betrachten.

Welchen Anteil des Marktpotenzials können sich EVU jedoch erschließen? Um diese Frage zu beantworten, gilt es die unterschiedlichen Geschäftsmodelle entlang der Wertschöpfungskette für Ladelösungen zu betrachten.

Bild: © Noel/AdobeStock

Wenn die Verkehrswende gelingen soll, müsse E-Mobilität auch für Unternehmen attraktiver werden, heißt es bei Vattenfall. Dabei gehe es nicht nur um den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur, wie eine Studie des Unternehmens zeigt: Gefragt seien kostengünstige und passgenaue Lösungen für kleine und große Fuhrparks.

Knapp zwei Drittel der befragten Betriebe verfügen in ihrem Fuhrpark über Fahrzeuge mit Elektroantrieb. Bei jedem zweiten Unternehmen werden Hybrid-Fahrzeuge genutzt. Andererseits haben sich hierzulande nur zwölf Prozent der Unternehmen vollständig vom Verbrenner verabschiedet. In Schweden sind es 32, in den Niederlanden 31 Prozent.

Knackpunkt ist immer noch die Reichweitenangst

Die Unternehmen in Deutschland sehen sich einer Reihe von Hürden gegenüber. Als größte Herausforderungen nannten sie:

  • Eingeschränkte Reichweite der Fahrzeuge (66 Prozent)
  • Fehlende öffentliche Ladeinfrastruktur (60 Prozent)
  • Lange Ladezeiten (59 Prozent)
  • Zu wenig Parkplätze mit Lademöglichkeiten (59 Prozent)
  • Hohe Anschaffungskosten (56 Prozent)
  • Komplizierte Abrechnung der Ladekosten (45 Prozent)

Für einige dieser Herausforderungen beim Umstieg auf E-Mobilität lassen sich heute schon Lösungen finden. So gibt es bereits smarte Tools für das Abrechnungsmanagement und attraktive Energielösungen, um eine E-Flotte kostengünstig zu betreiben. Bei den Themen Ladezeiten und dem weiteren Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur, die mit der Sorge um eine eingeschränkte Reichweite der Fahrzeuge Hand in Hand gehen, sind Autohersteller und Politik gefragt.

Den Herausforderungen steht ein Wille zum Umstieg auf Elektromobilität gegenüber: Laut Studie sind zwei Drittel der deutschen Unternehmen bestrebt, ihre Fahrzeugflotte vollständig zu elektrifizieren. Mehr als 80 Prozent planen, bei Neuanschaffungen vermehrt PKW mit Elektroantrieb zu erwerben. Von den Unternehmen, die bisher noch keine Elektrofahrzeuge nutzen, haben 41 Prozent bereits konkrete Pläne für die Anschaffung. Für 32 Prozent kommt die Anschaffung zumindest generell in Frage.

Wesentlicher Treiber ist die Verbesserung der CO2-Bilanz und damit ein eigener Beitrag zur Verkehrswende: Fast zwei Drittel gaben dies als wichtigsten Grund für die Elektrifizierung des eigenen Fuhrparks an. Langfristig niedrigere Kosten wurden an zweiter Stelle genannt (56 Prozent). Dann folgen die Beförderung des Unternehmensimages (53 Prozent) sowie der sozialen Verantwortung (52 Prozent). (wa)

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