Das Bundesumweltministerium stellt mehr Geld für die Anschaffung von Elektrobussen im ÖPNV bereit: So stehen aus dem Sofortprogramm "Saubere Luft" zusätzlich 180 Mio. Euro für die Jahre 2020 bis 2022 für Städte mit Überschreitung des Jahresmittelgrenzwertes für Stickstoffdioxid zur Verfügung. Durch weitere Mittel können zudem auch Verkehrsunternehmen aus anderen Städten gefördert werden.
Mit der Förderung soll die Markteinführung von emissionsfreien Fahrzeugen für den öffentlichen Personennahverkehr unterstützt werden. Zusammen mit den zusätzlichen Mitteln wendet das Bundesumweltministerium aktuell dafür fast 300 Millionen Euro auf. Der derzeitige Bestand an Elektrobussen kann damit voraussichtlich mindestens verfünffacht werden. Bisher wurden elf Projekte in den Städten Aachen, Berlin, Bochum/Gelsenkirchen, Darmstadt, Duisburg, Hannover, Kiel, Leipzig, Offenbach am Main, Osnabrück und Wiesbaden zur Förderung ausgewählt.
Förderung für mindestens fünf E-Busse sowie Verbundvorhaben
Gefördert werden Projekte, in denen mehr als fünf Busse beschafft werden, sowie Verbundvorhaben. Von den Mehrkosten, die bei Batteriebussen gegenüber Dieselbussen anfallen, werden bis zu 80 Prozent und von den entsprechenden Mehrkosten bei der Anschaffung von Plug-in-Hybrid-Bussen sowie den Kosten für die Ladeinfrastruktur und weitere Aufwendungen (z.B. Schulungen für Mitarbeiter, Werkstatteinrichtungen) werden 40 Prozent durch den Bund übernommen.
Nach der Genehmigung der Aufstockung durch die EU-Kommission läuft nun das neue Auswahlverfahren für die Vergabe der zusätzlichen Fördermittel. Projektskizzen können noch bis zum 30. April 2019 online beim Projektträger VDI-VDE-IT unter https://www.vdivde-it.de/submission/bekanntmachungen/elektrobusse-bmub/pscall_view eingereicht werden. (hcn)



