Volvo Buses zeigt auf der gerade stattfindenden Messe Busworld in Brüssel erstmals seinen neuen elektrisch angetriebenen Gelenkbus. Das Fahrzeug könne bis zu 150 Fahrgäste befördern und verbrauche dabei 80 Prozent weniger Energie als ein Dieselbus, verspricht der Hersteller. Mit dem Volvo 7900 Electric Articulated sei es attraktiv, auch hochfrequente Buslinien mit vielen Fahrgästen zu elektrifizieren. Der Bus sei flexibel aufgebaut und könne für unterschiedliche Anforderungen optimiert werden.
Alternative zum Kauf eines Busses
Der elektrische Gelenkbus sei auch als schlüsselfertige Lösung zu festen, festgelegten Kosten pro Kilometer erhältlich. "Wir sorgen dafür, dass der Betreiber immer einen Bus zur Verfügung hat, ohne ihn kaufen zu müssen. Wartung, Reparaturen, Batteriewartung und Fahrertraining sind inbegriffen", erklärt Håkan Agnevall, Präsident von Volvo Buses. Das Unternehmen übernehme auch das gesamte Projektmanagement, von der Streckensimulation und -analyse bis zur Implementierung der Ladeinfrastruktur.
Auch bei den Hybridbussen gibt es ein Upgrade, teilt Volvo mit. Die Fahrzeuge können jetzt bei höheren Geschwindigkeiten mit Elektrizität leise und emissionsfrei fahren und größere Entfernungen zurücklegen als zuvor. Dies soll den Betreibern neue Möglichkeiten eröffnen, Hybridbusse auch in emissionsfreien Zonen in Innenstädten und anderen sensiblen Bereichen einzusetzen.
Elektrisch bis Ortstempo
Der elektrische Antrieb könne nun bei Geschwindigkeiten von bis zu 50 Stundenkilometern eingesetzt werden – bislang lag die Grenze bei 20 Stundenkilometern. Im Gegensatz zu Plug-in-Hybriden und Elektrobussen benötigen die Volvo-Hybridbusse keine Ladeinfrastruktur. Die Batterien werden über die Energie geladen, die durch die Rückgewinnung der Bremsenergie erzeugt wird. Der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen seien dadurch um bis zu 40 Prozent niedriger als bei einem vergleichbaren Dieselbus. (wa)

