Unterschiedliche Ampeln, Straßenschilder und Mobilfunksyteme: Das sind die Herausforderungen für autonomes Fahren in Grenzregionen. Bild: © AdobeStock

Unterschiedliche Ampeln, Straßenschilder und Mobilfunksyteme: Das sind die Herausforderungen für autonomes Fahren in Grenzregionen. Bild: © AdobeStock

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Das vom Land geförderte Testfeld Autonomes Baden-Württemberg stößt bei zahlreichen Forschungsvorhaben auf wachsendes Interesse, teilte das Stuttgarter Verkehrsministerium in einer Presseerklärung mit. Deshalb würden nun weitere mobile Messstationen eingerichtet und die Öffentlichkeitsarbeit werde ausgeweitet.

„Ich freue mich sehr über die hohe lokale und auch europaweite Nachfrage an den Arbeiten sowie über Nutzung des von uns geförderten Testfeldes“, wird Verkehrsminister Winfried Hermann zitiert.

Über zehn Forschungsprojekte nutzen das Testfeld

Die Nachfrage aus diversen Forschungsvorhaben sei groß. Über zehn Forschungsprojekte nutzten das Testfeld. Kleine und mittelständische Unternehmen seien leider noch zurückhaltender, auch weil die rechtlichen Hürden zum Einsatz automatisierter Fahrzeuge noch groß seien.

Der Aufbau stationärer Messstationen inkl. Tiefbauarbeiten sei sehr aufwändig, teilte das Verkehrsministerium mit. Um zudem örtlich flexibler sein zu können, soll das Testfeld nun um mobile Messstationen ergänzt werden. „Diesen Ansatz finden wir gut. Er zeigt die Reaktionsfähigkeit des Testfeldkonsortiums. Diese wollen wir unterstützen“, so Hermann.

Erprobung im Alltagsverkehr

Das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg ist laut Verkehrsministerium ein Reallabor für Mobilitätskonzepte. Es soll die Entwicklung zukunftsorientierter Lösungen für Individualverkehr und Öffentlichen Personennahverkehr fördern

Firmen und Forschungseinrichtungen können ihre Technologien und Dienstleistungen rund um das vernetzte und automatisierte Fahren erproben – und zwar im Alltagsverkehr. Mit automatisierten Autos, Bussen oder Nutzfahrzeugen wie Straßenreinigung oder Zustelldienste, heißt es in der Mitteilung weiter.

Alle Arten von öffentlichen Straßen

Das im Mai 2018 in Betrieb genommene Testfeld umfasse im Unterschied zu anderen Projekten in Deutschland alle Arten von öffentlichen Straßen: Autobahnabschnitte, Landes- und Bundesstraßen, innerstädtische Routen mit Rad-, Fußgänger- und Straßenbahnverkehr ebenso Tempo-30-Zonen, Wohngebiete und Parkhäuser.

Die Testfeldstrecken befinden sich laut Verkehrsministerium zwischen Karlsruhe, Bruchsal und Heilbronn.

Betreiber Karlsruhrer Verkehrsverbund

Betrieben wird das Testfeld vom Karlsruher Verkehrsverbund. Der KVV nutze das Testfeld auch selbst, um neue Formen des öffentlichen Personennahverkehrs zu erproben – zum Beispiel autonom fahrende Mini-Busse, heißt es in der Mitteilung.

Für Konzeption, Planung und Aufbau des Testfelds habe das federführende Verkehrsministerium 2,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mit dem Aufbau ist laut der Mitteilung 2016 begonnen worden, die Inbetriebnahme erfolgte im Mai 2018.

Insgesamt 5 Millionen Euro Förderung

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) und das Verkehrsministerium (VM) förderten die Forschung auf dem Testfeld mit dem Projekt ‚smart mobility‘ mit weiteren 2,5 Millionen Euro, heißt es in der Pressemitteilung weiter. (hcn)

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