Das Vertrauen in Wasserstoffmobilität soll wachsen.

Das Vertrauen in Wasserstoffmobilität soll wachsen.

Bild: © biela.design/Adobe Stock

Batteriebusse, Dieselfahrzeuge und noch Wasserstoff: Drei Antriebsarten sind eine zu viel, vor allem bei sehr beengten Platzverhältnissen. Wiesbaden hat sich daher entschieden, sein Wasserstoffbus-Projekt aufzugeben. Zur Disposition standen zehn Brennstoffzellen-Busse und eine Wasserstofftankstelle.

Inzwischen hat die Wiesbadener Stadtverordenetenversammlung grünes Licht für das Projektende gegeben. Damit einher soll ein Umzug der Tankstelle nach Mainz sowie der Verkauf von fünf Brennstoffzellenbussen ebenfalls nach Mainz gehen. Bei all diesen Themen gebe es im Moment Planungen, aber noch keine unterschriebenen Verträge, heißt es in Wiesbaden. Die Mainzer hatten aber schon vor wenigen Wochen angekündigt, für die fünf Busse insgesamt 2 Millionen Euro zu zahlen.

Gespräche über die fünf übrigen Busse

Fünf weitere Busse hätte ESWE Verkehr dann noch im Bestand. Daran seien bundesweit mehrere Verkehrsunternehmen interessiert. Gespräche werden bereits geführt, aber auch hier gebe es noch nichts Konkretes, teilt ESWE Verkehr mit.

„Der mögliche Umzug der Wasserstofftankstelle nach Mainz sowie die Abgabe der Fahrzeuge, sorgt dafür, dass wir ein wenig mehr Platz auf unserem Betriebshof bekommen“, teilt ein Sprecher mit. Dieser werde unter anderem dafür benötigt, um weitere 24 Ladepunkte für die insgesamt 120 Batteriebusse aufzustellen.

Auch der freiwerdende Platz reicht nicht

Aber selbst der freiwerdende Platz reiche perspektivisch nicht aus. „Wir sind im Austausch mit der Stadt Wiesbaden wegen weiterer Betriebshofflächen, die dringend gebraucht werden“. Nur mit ausreichend Platz und einer modernen Infrastruktur lasse sich der ÖPNV in Wiesbaden weiter stärken.

Dabei ist der Nahverkehr in Wiesbaden durchaus stark. Neben den engen Platzverhältnissen haben die Wiesbadener auch ein Kapazitätsproblem angesichts der hohen Nachfrage. „Wir müssen perspektivisch auf mehr größere Fahrzeuge setzen und werden beispielsweise im Sommer einen batterieelektrischen 25-Meter-Doppelgelenkbus in Wiesbaden testen“, kündigt ESWE Verkehr an.

Die Brennstoffzellenbusse sowie die Wasserstofftankstelle wurden durch den Bund sowie die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen gefördert. ESWE Verkehr und Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) führen nun auch Gespräche mit dem Bund und den Ländern, damit die Veränderungen keine Rückzahlungen von Fördermitteln zur Folge haben. (wa)

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