Das Deutschlandticket hat die Nachfrage im Nahverkehr angekurbelt; nun müsse auch das Angebot ausgebaut werden, heißt es beim Deutschen Städtetag.

Das Deutschlandticket hat die Nachfrage im Nahverkehr angekurbelt; nun müsse auch das Angebot ausgebaut werden, heißt es beim Deutschen Städtetag.

Bild: © Deutsche Bahn AG / Dominic Dupont

Der Landkreis Stendal steigt doch nicht aus dem Deutschlandticket aus. Ein Sonderkreistag entschied am Mittwochabend, dass das 49-Euro-Ticket auch über den Jahreswechsel hinaus anerkannt wird, wie Landrat Patrick Puhlmann (SPD) mitteilte.

Anfang Dezember hatte der Kreistag noch anders entschieden. Damit sollte das Ticket in den Bussen dort ab dem 1. Januar nicht mehr gelten.

„Das Land nimmt viel Geld in die Hand“

Sachsen-Anhalts Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Lydia Hüskens (FDP), sprach von einer guten Nachricht. Damit behalte das Deutschlandticket seine Gültigkeit überall im Land. „Das ist letztlich einer seiner größten Vorteile.“

Hüskens verwies darauf, dass die Landkreise mit Blick auf den öffentlichen Busverkehr finanziell ausreichend gut ausgestattet seien. „Das Land nimmt dafür viel Geld in die Hand.“ Schon im Januar erhielten alle Landkreise und kreisfreien Städte zusätzlich zu den rund 60 Millionen Euro Pauschalzuweisungen im Rahmen des ÖPNV-Gesetzes insgesamt 10 Millionen Euro, mit denen Kostensteigerungen und Erlösausfälle im öffentlichen Busverkehr bereits kurzfristig ausgeglichen werden können. Allein auf den Landkreis Stendal entfielen davon rund 450 000 Euro. (dpa)

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