Um den Busbetrieb in der hannoverschen Innenstadt bis Anfang 2023 komplett auf reinen Elektrobetrieb umzustellen, schaffen die Hannoverschen Verkehrsbetriebe (Üstra) 48 neue Elektrobusse an. Nach Abschluss der europaweiten Ausschreibung steht das Ergebnis fest: Die Daimler AG erhält den Zuschlag für einen Rahmenvertrag über die Beschaffung von bis zu 30 Elektrobussen und 18 Elektrogelenkbussen.
"Die Üstra setzt mit hohem Tempo auf emissionsfreie Mobilität. Wir freuen uns, mit Mercedes einen Hersteller gefunden zu haben, dessen Expertise und Qualität wesentlich dazu beitragen werden, das Ziel unserer Elektrobusoffensive zu erreichen. Der komplett emissionsfreie Nahverkehr in der Innenstadt ab 2023 wird einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz in der Region Hannover leisten", erklärte Volkhardt Klöppner, Vorstandsvorsitzender der Üstra.
Die ersten vier Busse vom Typ E-citaro sind im Abschluss des Rahmenvertrages bereits bestellt worden und sollen noch bis Ende 2019 geliefert werden.
Förderung durch Bund und Land
Möglich ist die Realisierung dieses Großprojekts durch die Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit 22,7 Mio. Euro sowie durch die Landesnahverkehrsgesellschaft mit 3,3 Mio. Euro. Insgesamt belaufen sich die Investitionen für die Zukunftsoffensive E-Bus auf etwa 52,7 Mio. Euro, der Eigenanteil der Üstra beträgt rund 26,7 Mio. Euro.
Die Niederflur-Stadtbusse verfügen jeweils über zehn Hochvolt-Batteriebaugruppen mit einer Gesamtkapazität von 243 kWh. Zusätzlich verfügen sie über einen Pantografen auf dem Dach für Zwischenladungen an den Endhaltestellen der jeweiligen Linien. (bh)



